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4 Wochen Roadtrip Westaustralien: Unsere Route, Highlights & Tipps im Überblick

Vier Wochen, ein Camper und unzählige Kilometer auf endlos langen Straßen. Unser Roadtrip durch Westaustralien war die perfekte Mischung aus Abenteuer und Entschleunigung

Unser Startpunkt war Perth, wo wir drei Tage die Stadt erkundeten, bevor wir unseren Camper von Apollo übernahmen. Rückblickend war es die beste Entscheidung mit dem Camper das Land zu erkunden. Die Flexibilität, jederzeit anhalten zu können, dort zu bleiben, wo es uns gefiel und die Natur hautnah zu erleben, sorgte für ein einzigartiges Freiheitsgefühl.

Diese Reise waren nicht nur unsere Flitterwochen, sondern auch ein echtes Abenteuer. Der Roadtrip bot uns maximale Freiheit, spektakuläre Naturerlebnisse und unvergessliche Eindrücke – ein einmaliges Erlebnis, das uns noch lange begleiten wird.

Hier bekommst du einen schnellen Überblick über unsere Route, damit du eine Vorstellung davon bekommst, wie eine 4-wöchige Tour an der Westküste Australiens aussehen kann.

In unserer interaktiven Google Maps Karte haben wir für dich alle wichtigsten Stationen eingefügt:

💡 Tipp: Du möchtest die Karte direkt auf deinem Smartphone öffnen? Dann klick einfach auf das Rechteck-Symbol oben rechts und schon kannst du sie bequem in der Google Maps App verwenden.

Von Perth nach Exmouth – Küstenhighlights und Naturwunder

Nach unserem Start in Perth ging es erst einmal ganz praktisch los: Der erste Stopp führte uns zum Baumarkt und Supermarkt, um den Camper für die kommenden Wochen auszurüsten. Danach hieß es endlich: Wir sind „On the road“ und der Roadtrip konnte so richtig beginnen.

Unser erster großer Halt war die Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark. Hier ragen tausende Kalksteinsäulen aus dem sandigen Boden und schaffen eine surreale Landschaft.

Pinnacle Desert
Pinnacle Desert

Weiter nördlich erreichten wir die Pink Lake Hutt Lagoon in Port Gregory, die mit seinem leuchtenden Rosa ein echtes Foto-Highlight ist, besonders bei Sonnenschein ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Im Kalbarri Nationalpark erwarteten uns tiefrote Schluchten, spektakuläre Aussichtspunkte wie das Nature’s Window, beeindruckende Felsformationen und ein spektakulärer Coastal Walk. Uuuuund ganz viele lästige Fliegen. Den detaillierten Blogartikel mit allen Infos, Wanderungen und praktischen Tipps für den Kalbarri Nationalpark findest du hier.
💡Kleiner Tipp: Ein Fliegennetz für den Kopf* ist der Gamechanger. Keine Angst, du bist nicht die einzige Person mit so einem Ding auf dem Kopf.

Entlang der Küste führte uns der Weg weiter zum strahlend weißen Shell Beach, dessen Sand komplett aus winzigen Muscheln besteht. Ein toller Spot für eine kurze Abkühlung, bevor es weitergeht.

In Shark Bay tauchten wir noch tiefer in die Naturvielfalt Westaustraliens ein. Die Little Lagoon mit ihrem türkisblauen Wasser und viele tolle Aussichtspunkte wie der Eagle Bluff zeigten uns wieder die Vielfalt dieses schönen Landes.
💡Tipp: Fernglas nicht vergessen! 😉

Ein weiteres Highlight war der Ort Coral Bay mit seinem glasklaren und leuchtend blauen Wasser. Besonders beeindruckt hat uns hier die Shark Sanctuary, wo man ungefährliche Riffhaie aus nächster Nähe beobachten kann, sowie der traumhafte Paradise Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Coral Bay liegt direkt am Ningaloo Reef, ein über 250km langes Korallenriff und UNESCO Weltnaturerbe, wo du eine Glasboden-Bootstour machen kannst und das einzigartige Korallenriff über und unter Wasser erleben kannst.

Schließlich erreichten wir Exmouth und den atemberaubenden Cape Range Nationalpark. Schroffe Canyons, weiße Sandstrände und das türkisfarbene Wasser des Indischen Ozeans, selten haben wir einen so vielseitigen und gleichzeitig friedlichen Ort erlebt. Für uns war es der absolute Höhepunkt der kompletten Reise. Wir konnten jeden Tag mit unzähligen Schildkröten, verschiedenen Fischarten, Rochen und sogar Haien schnorcheln. Ein Ort, den wir definitiv wieder einmal besuchen werden.

Unsere erster Teil der Route auf einen Blick

Perth → Pinnacle Desert (Nambung NP) → Pink Lake Hutt Lagoon (Port Gregory) → Kalbarri Nationalpark → Shell Beach → Shark Bay → Coral Bay → Exmouth & Cape Range Nationalpark

👉Die genaue Reiseroute und hilfreiche Infos zu allen Stopps findest du hier: Roadtrip Perth bis Karijini Nationalpark: Route & Highlights an der Westküste Australiens


Von Exmouth in den Karijini Nationalpark: Outback-Abenteuer und weiter in den Süden

Nach den traumhaften Tagen in Exmouth führte uns die Route weiter ins Landesinnere Richtung Karijini Nationalpark, einem der spektakulärsten Naturhighlights Westaustraliens.
Über Paraburdoo ging es zunächst nach Tom Price, der nächstgelegenen Stadt zum Nationalpark.

Hier hatten wir ursprünglich geplant, ein 4WD-Fahrzeug zu mieten, um auch die Hamersley Gorge zu erreichen, da diese nur mit einem 4WD Fahrzeug erreichbar ist (Stand Ende 2024). Zwar sagten uns alle Einheimischen, dass wir locker mit dem Camper hinfahren können, aber leider wurde es uns bei der Camper-Vermittlung strengstens verboten. Leider klappte das Vorhaben nicht wie geplant, sodass wir unseren Aufenthalt im Nationalpark um eine Nacht verkürzten.

Trotzdem beeindruckte uns Karijini mit seinen tiefen Schluchten, natürlichen Pools und einmaligen Wanderwegen, ein Paradies für Natur- und Abenteuerliebhaber. Doch die Temperaturen im Inland waren unerträglich hoch (über 40°), und so machten wir uns schließlich auf den langen Weg Richtung Süden, um der Hitze zu entfliehen.


💡Tipp: Nimm bei deinen Ausflügen im Karijini immer genug Wasser mit (2 Liter pro Person). Wir hatten uns einmal verlaufen und sehr wenig Wasser dabei!

Hier findest du unsere liebsten Wanderungen und Tipps für den Karijini Nationalpark.

Was folgte, waren lange Driving Days – mehrere Tage auf endlosen Straßen durch das Outback. Vor uns lagen rund 1.800 Kilometer in nur drei Tagen. Gerade Strecken, die Hitze des Outbacks und die vielen gigantischen Road Trains, die uns entgegenkamen, bestimmten unsere Tage. Kurze Stopps zum Beine vertreten, etwa im kleinen Ort Cue, boten willkommene Pausen.

Der erste längere Halt nach den vielen Kilometern war der Wave Rock in Hyden, eine beeindruckende, wellenförmige Felsformation inmitten der Landschaft. Danach ging es weiter Richtung Küste, bis wir endlich Esperance erreichten, mit türkisfarbenem Wasser, weißen Stränden und angenehmeren Temperaturen.

Wave Rock
Wave Rock

💡Tipp: Plane bei langen Strecken genügend Pausen ein. Seid ihr zu zweit unterwegs, wechselt euch regelmäßig ab (z.B. im Stundentakt).

Unser zweiter Teil der Route auf einen Blick

Exmouth → Paraburdoo → Tom Price / Karijini Nationalpark → Cue → Wave Rock (Hyden) → Esperance


Von Esperance bis Perth – Traumstrände, Nationalparks und die Weinregion Margaret River

In Esperance erwarteten uns einige der schönsten Küstenabschnitte Westaustraliens. Der Great Ocean Drive bot atemberaubende Ausblicke auf die steile Küste und türkisblaues Wasser. Besonders beeindruckt haben uns der Twilight Beach sowie der 11 Mile Beach.

Nach ein paar Tagen in Esperance fuhren wir weiter in den Cape Le Grand Nationalpark. Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und spektakuläre Buchten wie die der Hellfire Bay, der Thistle Cove und der berühmten Lucky Bay, wo wir zwei Nächte auf dem Campingplatz direkt am Strand verbrachten.
💡 Tipp: Den Stellplatz unbedingt frühzeitig reservieren, da er schnell ausgebucht ist!

Spät, aber dann doch nach 2 Wochen endlich: Unsere erste Begegnung mit frei lebenden Kängurus, direkt am Campingplatz der Lucky Bay – ein Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden, auch wenn die Kängurus eher wie Bodybuilder und ein bisschen furchteinflößend aussahen.

Weiter entlang der Südküste erreichten wir den Torndirrup Nationalpark. Unsere Highlights hier waren:

  • Wanderung zum Bald Head – Bald Head Walk Trail inkl. traumhafte Ausblicke
  • The Blowholes – ein Naturschauspiel mit Wasserfontäne
  • Misery Beach – wunderschöner Strand zum Entspannen

Der nächste Halt war der William Bay Nationalpark mit den beeindruckenden Elephant Rocks und dem ruhigen, kristallklaren Greens Pool, perfekt zum Schwimmen und Entspannen. Von dort ging es weiter nach Denmark und zum berühmten Valley of the Giants, wo wir zwischen den gewaltigen Baumkronen der uralten Karri-Bäume spazieren konnten.

Nach den vielen Naturerlebnissen verbrachten wir etwas Zeit in Margaret River. Die Strände rund um Margaret River, sind zwar eher für Surfer geeignet und laden weniger zum Baden ein, jedoch ist die Stadt perfekt um etwas zu Bummeln und viele gute Restaurants, Weingüter & Brauereien auszuprobieren. Frisch gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zum Injidup Natural Spa, wo Meerwasser durch die Brandung natürliche Pools bildet “Hallo Whirl Pool Feeling”. Danach erkundeten wir das Aquarium und die Canal Rocks.

Bevor es langsam zurück Richtung Perth ging, machten wir noch eine Whale Watching Tour in Dunsborough, ein absolutes Highlight. Unser letzter Halt vor dem Ende der Reise war Busselton mit seinem berühmten Busselton Jetty, dem längsten Holzsteg der südlichen Hemisphäre.

Unser dritter Teil der Route auf einen Blick

Esperance → Cape Le Grand Nationalpark → Torndirrup Nationalpark → William Bay → Denmark → Valley of the Giants → Margaret River → Injidup Natural Spa → Dunsborough → Busselton → Perth

👉 Hier geht’s zum detaillierten Roadtrip-Plan mit Campingplätzen, Restaurant-Tipps und Must-Dos für Südwestaustralien: Roadtrip Perth nach Esperance: Route & Highlights an der Südwestküste Australiens


Vier Wochen Roadtrip durch Westaustralien – die perfekte Reisedauer

Unsere vier Wochen in Westaustralien waren genau richtig, um die Route entspannt und ohne Stress zu genießen – mehr Zeit geht natürlich immer!
In kürzerer Zeit würden wir dir nicht empfehlen, die komplette Strecke zu fahren. Schließlich sollst du die Schönheit Australiens auch wirklich erleben können.

💡Unser Tipp: Wenn du nur 2–3 Wochen Zeit hast, konzentriere dich auf eine Richtung:

  1. Norden: Von Perth bis Exmouth (und zurück)
  2. Süden: Von Perth über Hayden nach Esperance und entlang der Küste wieder zurück

So bleibt genug Zeit zum Baden, Staunen und Entdecken, ganz ohne Hektik.

Fazit – Down Under, we miss you!

Nach vier Wochen on the road endete unser Roadtrip dort, wo er begonnen hatte – in Perth.
Schweren Herzens gaben wir unseren Camper zurück und blickten auf eine Reise voller Natur, Abenteuer und unvergesslicher Eindrücke.

Was uns besonders in Erinnerung bleibt:

  • die Ruhe und Abgeschiedenheit im Norden
  • die traumhaften Strände im Süden
  • die faszinierende Unterwasserwelt
  • und die herzliche Offenheit der Menschen

Ein Abenteuer, das uns noch lange begleiten wird. 💛

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