Wenn du eine Reise nach Südwestaustralien planst, bist du hier genau richtig! Du kannst, wie wir, die südliche Westküste perfekt mit dem nördlicheren Teil kombinieren oder ganz entspannt von Perth aus starten. Die Fahrt von Perth bis nach Esperance, dem Heimatort einiger der schönsten Strände Australiens, dauert etwa 7 Stunden.
Für uns war dieser Abschnitt der zweite Teil unseres Westaustralien-Abenteuers. Unsere Reise führte uns an die traumhafte Südküste zwischen Esperance, Margaret River und Perth.
Für diese Route nahmen wir uns Anfang November insgesamt 13 Tage Zeit.
Unserer gesamte Route findest du hier: 4 Wochen Roadtrip Westaustralien: Unsere Route, Highlights & Tipps im Überblick.
Die gesamte Strecke und alle Highlights unseres Westaustralien Abenteuer Roadtrips findest du auch in unserer interaktiven Google-Maps-Karte:
💡 Tipp: Du möchtest die Karte direkt auf deinem Smartphone öffnen? Dann klick einfach auf das Rechteck-Symbol oben rechts und schon kannst du sie bequem in der Google Maps App verwenden.
Unsere Südwestaustralien Route auf einen Blick
Tag 1: Hyden – Esperance
Tag 2-3: Esperance
Tag 4-5: Cape le Grand Nationalpark + Lucky Bay
Tag 6: Lucky Bay – East Bay
Tag 7: Torndirrup National Park – Denmark
Tag 8: Denmark – Beedelup Nationalpark
Tag 9: Beedelup Nationalpark – Margaret River
Tag 10: Margaret River – Yallingup
Tag 11: Yallingup – Dunsborough – Busselton
Tag 12: Busselton – Fremantle
Tag 13: Camperrückgabe + Heimflug
Tag 1: Wave Rock in Hyden & Ankunft in Esperance
Vom Karijini Nationalpark kommend, startete unsere Reise durch Südwestaustralien mit einem Zwischenstopp beim bekannten Wave Rock in Hyden, eine beeindruckende, wellenförmige Gesteinsformation, die mitten aus der Landschaft herausragt.
Der rund 2,7 Milliarden Jahre alte Granitfelsen wurde über Jahrtausende hinweg durch Erosion und Witterung zu seiner markanten Form geformt. Vom kostenpflichtigen Parkplatz aus ist es nur ein kurzer, einfacher Spaziergang bis zur Felswand und auch mit Flip-Flops problemlos machbar. Und natürlich sind wir auch auf der Welle gesurft.



Anschließend ging es weiter nach Esperance. Schon bei der Ankunft merkten wir, dass es hier deutlich touristischer zugeht als auf unserer Route von Perth nach Exmouth. Obwohl Esperance sicher keine Großstadt ist, hatten wir aufgrund der Abgeschiedenheit der letzten Tage einen leichten Kulturschock und wir mussten erst mal ankommen.
Da wir unsere Campingplätze nicht im Voraus reserviert hatten, mussten wir auch mehrere Plätze anfahren, um noch einen freien Stellplatz zu ergattern. Den restlichen Nachmittag nutzten wir, um unsere Vorräte aufzufüllen, gemeinsam zu kochen und uns für die kommenden Tage im Südwesten auszuruhen – immerhin waren wir da bereits seit 20 Tagen on the road.
👉Den Blogartikel zu ersten Hälfte unserers Roadtrips findest du hier: -> zum Blogbeitrag
Tag 2: Esperance – Wylie Bay
Da das Wetter heute leider nicht mitspielte, machten wir nur einen kurzen Abstecher zur Wylie Bay und den angrenzenden Sanddünen. Der starke Wind und die kühlen Temperaturen ließen uns aber schnell wieder umkehren – definitiv kein Strandwetter.
Stattdessen entschieden wir uns für ein gemütliches Mittagessen im Seaside Cafe & Restaurant, das wir sehr empfehlen können.
Nach dem Check-in auf unserem neuen Campingplatz (RAC Esperance Holiday Park) spazierten wir noch die hübsche Promenade von Esperance entlang und nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Stadtbummel.
💡 Shoppingempfehlung: Tide & Co 🙂
Tag 3: Esperance – Great Ocean Drive
Salmon Beach & Blue Haven Beach
Heute zeigte sich das Wetter endlich von seiner besseren Seite – perfekt für den berühmten Great Ocean Drive rund um Esperance. Wir starteten den Tag mit einem leckeren Frühstück vom Little Local und machten es uns damit am Salmon Beach gemütlich. Gleich daneben liegt der Blue Haven Beach – noch spektakulärer, mit seinem türkisblauen Wasser und dem fast schon kitschigen Panorama.





Twighlight Beach – 9 Mile Beach – 11 Mile Beach
Der nächste Stopp war der Twilight Beach und was sollen wir sagen: Wow! Ein Postkartenmotiv nach dem anderen. Mit seinem markanten Felsen mitten im Wasser, der sich ideal zum Hineinspringen eignet, zählt er zu den beliebtesten Stränden der Region.
Wissenswert: Seinen Namen verdankt der Strand übrigens dem Schiff „Twilight“, das 1877 in dieser Bucht Schiffbruch erlitt.

Da es mit etwa 20 Grad noch etwas zu kühl zum Baden war (für uns zumindest, es waren doch ein paar Leute im Wasser), machten wir einen Abstecher beim Observatory Point. Von dort aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf den 9 Mile Beach und den Observatory Beach.
Unser letzter Stopp für heute war der 11 Mile Beach – für uns der schönste Strand des Tages. Wir blieben eine Weile, lauschten dem Meeresrauschen und ließen einfach die Seele baumeln. Danach ging es am Great Ocean Drive wieder zurück zum Campingplatz.




Zurück in Esperance rundeten wir den Tag in der Lucky Bay Brewing ab – ein absoluter Geheimtipp! Die Burger dort gehören zu unseren Top 5 der besten Burger, die wir je gegessen haben, und das entspannte Ambiente war einfach perfekt für einen gelungenen Tagesausklang.




Tag 4-5: Cape Le Grand Nationalpark & Lucky Bay

Unser Frühstück am Morgen holten wir uns vom beliebten Bread Local – ein echter Geheimtipp, der allerdings nur freitags und samstags geöffnet hat. Hier findest du alles, was dein Frühstücksherz begehrt. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg in den rund 50 km von Esperance entfernten Cape Le Grand Nationalpark. Die Landschaft hier ist wild und beeindruckend: robuste Granitformationen, die über 600 Millionen Jahre alt sind, treffen auf hellblaues Meer und schneeweiße Strände.
Hellfire Bay & Thistle Cove
Unser erster Stopp im Park war die Hellfire Bay, wo wir von den Felsen aus sogar Delfine beobachten konnten. Weiter ging es zur Thistle Cove – genauso spektakulär & schön. Die Strände hier zeichnen sich durch ihren außergewöhnlich weißen Sand aus, der im Sonnenlicht fast blendet. An der Thistle Cove findest du auch den sogenannten Whistling Rock, der durch den Wind ein pfeifendes Geräusch erzeugt – wirklich faszinierend.
Lucky Bay: Highlights, Camping & Kängurus
Anschließend ging es weiter zur Lucky Bay, einem der schönsten Strände der Welt, und unserem Zuhause für die nächsten zwei Nächte. Trotz grauem Himmel und gelegentlichem Regen war der Sand so weiß, dass er sogar bei bewölktem Wetter blendete.
Wir hatten im Voraus einen Stellplatz direkt an der berühmten Lucky Bay gebucht – ein absolutes Muss, da es im Park nur zwei Campingplätze gibt und die Plätze schnell vergeben sind.
Tipps & Infos für deinen Stellplatz an der Lucky Bay:
💡Unbedingt einige Tage im Voraus online buchen! Der bergehrte Lucky Bay Campingplatz ist schnell ausreserviert. Buchen kannst du deinen Stellplatz über die Online-Plattform Explore Parks WA (Department of Biodiversity, Conservation and Attractions).
Vor Ort gilt dann: First come, first serve, denn du kannst dir einen der freien Plätze selbst aussuchen. Besonders empfehlenswert sind die Plätze 47 & 48 (im oberen Teil des Campingplatzes), da sie eine fantastische Aussicht bieten und wir hier die meisten Kängurus gesehen haben. Der Preis liegt bei 15 AUD pro Nacht.
Am nächsten Tag ließen wir es gemütlich angehen und wir verbrachten den ganzen Tag an der Lucky Bay mit einer kleinen Wanderung. Wir spazierten den Coastal Walk Trail entlang, ein Weg der die Lucky Bay und Thistle Cove verbindet.
Und dann war es endlich so weit: nach 23 Tagen Roadtrip durch Australien sahen wir endlich unser erstes lebendes Känguru! Ja, wir haben wirklich erst nach 23 Tage in Westaustralien unser erstes Känguru gesehen 😄 Zwar hielten sie sich wegen des Wetters nicht direkt am Strand auf (so wie man es oft auf den Bildern sieht), aber rund um den Campingplatz hatten wir Glück. Ein wirklich besonderer Moment, der unseren Aufenthalt in der Lucky Bay unvergesslich machte.
Tag 6: East Bay Campground & Strandtag bei Albany
Nach mehreren Tagen in der Region rund um Esperance machten wir uns heute auf den Weg in Richtung Albany – rund 500 Kilometer lagen vor uns. Doch anstrengend fühlte sich die Fahrt nicht an: Wir fuhren der Sonne entgegen, genossen die abwechslungsreiche Landschaft und machten regelmäßig kleine Pausen.
Da das Wetter endlich wieder mitspielte, entschieden wir uns spontan, den restlichen Nachmittag an einem abgelegenen Strand zu verbringen. Im Vorfeld hatten wir bei Albany einen kostenlosen Stellplatz direkt am Meer gefunden: den East Bay Campground, ein kostenloser, naturbelassener Campingplatz direkt am Meer.
Die letzten fünf Kilometer der Anfahrt waren zwar nicht asphaltiert und entsprechend holprig, aber absolut machbar und jedes Schlagloch am Boden wert.
Am frühen Nachmittag erreichten wir die abgelegene Bucht und wurden nicht enttäuscht: Feinster weißer Sand der sogar unter den Füßen quietscht, traumhafte Farben und unser Stellplatz keine 20 Meter vom Wasser entfernt. Und das Ganze völlig kostenlos. Ein echtes Highlight und Geheimtipp für alle, die Ruhe und Natur pur suchen. Für uns einer der schönsten Stellplätze, auf dem wir je waren.
💡 Info: Am East Bay Campground gibt es lediglich eine kleine Buschtoilette und keine Duschen.
Tag 7 – Torndirrup Nationalpark, Blowholes & Weingut
Heute ging es für uns in den eindrucksvollen Torndirrup Nationalpark nahe Albany, ein echtes Natur-Highlight an der Südküste Westaustraliens.
Bald Head Walk Trail – Wandern mit Weitblick
Unsere erste Etappe war der spektakuläre Bald Head Walk Trail, für uns eine der schönsten Wanderungen im Süden von Western Australia. Die gesamte Strecke dauert rund 6 Stunden (Hin- und Rückweg), wir entschieden uns jedoch nur für die erste Hälfte und waren trotzdem restlos begeistert.
Der Weg schlängelt sich über eine schmalen Weg, vorbei an Granitfelsen und durch eine einzigartige Pflanzenwelt. Die Ausblicke auf das Meer, die Felsformationen und die abgelegenen Strände rund um Albany sind einmalig. Ein besonderer Aussichtspunkt: der Blick auf die Salmon Holes, einfach atemberaubend.
💡 Tipp: Früh starten, da der Weg wenig Schatten bietet. Feste Wanderschuhe und ausreichend Wasser sind empfehlenswert.
Misery Beach

Nach der Wanderung fuhren wir direkt weiter zum Misery Beach – ein kleiner, ruhiger Strand mit türkisfarbenem Wasser, der sich perfekt für eine Erfrischung eignet. Besonders nach dem Bald Head Walk Trail, da sich der Strand direkt daneben befindet. Wir nutzen die Gelegenheit und entspannten uns hier eine Weile.
Blowholes
Da die berühmten Aussichtspunkte The Gap und Stony Hill leider wegen Bauarbeiten gesperrt waren, besuchten wir stattdessen nur noch die Blowholes – ein Naturphänomen, das wir nur wärmstens empfehlen können.
Wenn der Wind stark genug ist, presst die Brandung das Wasser mit voller Wucht durch enge Felsspalten und lässt es als meterhohe Fontäne in die Luft schießen.
💡 Tipp: Nur bei ausreichend Wind sichtbar – bei Windstille passiert (leider) nichts.
Abstecher nach Albany & Camping-Geheimtipp
Nach diesem schönen Nationalpark-Tag machten wir noch einen kurzen Abstecher in Albany, um unsere Vorräte aufzufüllen. Praktisch: In der Town Hall konnten wir gratis duschen, denn unser nächster Übernachtungsplatz hatte keine sanitären Einrichtungen.

Da in dieser Gegend nur noch “touristische” Campingplätze frei waren, entschieden wir uns, noch rund 45 Minuten weiter zur Rockcliffe Winery zu fahren. Ein absoluter Glücksgriff: Wir verbrachten einen herrlich ruhigen Abend mitten in der Natur, umgeben von Weinreben und unter einem leuchtenden Sternenhimmel. Für uns ein echter Geheimtipp, wenn nicht gerade günstig.
Tag 8 – William Bay Nationalpark, Elephant Rocks & Valley of the Giants
Mit einem Chai Latte in der Hand starteten wir in den Tag und fuhren in den William Bay Nationalpark bei Denmark. In Südwestaustralien grenzt ein Nationalpark an den nächsten, man befindet sich praktisch immer in einem Nationalpark.
Waterfall Beach, Elephant Rocks & Greens Pool
Unser erster Stopp war der Waterfall Beach, ein kleiner, ruhiger Strand, an dem ein kleiner Wasserfall direkt ins Meer mündet. Danach ging es weiter zu den berühmten Elephant Rocks. Die riesigen Felsen erinnern tatsächlich ein bisschen an eine Gruppe badender Elefanten – daher auch der Name. Wir kletterten ein wenig über die Felsen, genossen die Sonne und ließen die Drohne steigen.



Von dort aus spazierten wir weiter zum Greens Pool, einer geschützten Bucht mit glasklarem Wasser, die ideal zum Schwimmen ist. Zurück beim Parkplatz gönnten wir uns eine kleine Stärkung bei einem Foodtruck mit sehr leckerem, auch vegetarischem, Sushi. Absolute Empfehlung!

Auf dem Weg zur nächsten Etappe machten wir noch einen Halt bei der Good Food Factory in Denmark. Dort gibt es selbstgemachtes Toffee, Marmeladen, Saucen und Cider – perfekt als kleine Reise-Mitbringsel. Die Burger haben uns nicht ganz überzeugt, aber die herzlichen Besitzer haben uns mit vielen Tipps zur Weiterfahrt versorgt. Inspiriert davon, haben wir unsere Route etwas angepasst und sind spontan zu den Valley of the Giants weitergefahren.
Valley of the Giants – Riesenbäume
Hier spazierten wir durch einen beeindruckenden Wald voller riesiger, alter Bäume. Besonders eindrucksvoll: Viele Stämme sind, aufgrund eines Feuers aus dem Jahr 1937, teilweise ausgebrannt und doch leben und wachsen die Bäume weiter. Wer mag, kann hier auch den kostenpflichtigen Tree Top Walk machen. Wir haben uns für die kostenlose Runde am Waldboden entschieden, die ebenfalls wunderschön war.




Übernachtung im RAC Karri Valley Resort – Kängurus hautnah erleben
Unsere Nacht verbrachten wir im RAC Karri Valley Resort im Beedelup Nationalpark (43 AUD pro Nacht). Normalerweise meiden wir touristische Campingplätze, aber dieser hat uns wirklich überrascht. Wir wären am liebsten gleich länger geblieben und im Nachhinein hätten wir es auch tun sollen.
Das Schönste an diesem Platz? Hunderte Kängurus! 🦘 Überall auf dem Campingplatz, bis direkt vor unseren Camper, hüpften sie durch die Gegend und wir konnten sie stundenlang beobachten, ganz in Ruhe. Die große Küche mit Panoramablick auf die Wiese war das i-Tüpfelchen. Unser Abend bestand ausschließlich aus „Kängsis beobachten“ – inklusive ein paar lustigen Boxkämpfen zwischen zwei Kängurus.
Tag 9: Margaret River
Unser Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück unter Kängurus, schöner kann ein Morgen kaum starten. Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Beedelup Lake, der direkt neben dem Campingplatz liegt.

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Margaret River, um die Strände dieser beliebten Region zu erkunden.
Spoiler: Uns haben sie leider nicht überzeugt. Vielleicht lag es daran, dass wir zuvor bereits einige der schönsten Strände Australiens gesehen hatten.
💡 Daher unser Tipp: Wenn du vor allem auf der Suche nach ruhigen Traumstränden bist, plane hier eventuell etwas weniger Zeit ein und investiere diese lieber in Highlights wie Esperance, Torndirrup oder William Bay.
Hamelin Bay: Rochen beobachten
Unser erster Strand-Stopp: Hamelin Bay. Das Besondere hier: Man kann Rochen direkt am Ufer beobachten, was grundsätzlich ein faszinierendes Erlebnis ist. Allerdings hat das Ganze einen bitteren Beigeschmack: Die Rochen werden offenbar regelmäßig angefüttert und sind an Menschen gewöhnt. Leider greifen viele Touristen sie sogar an, was absolut respektlos gegenüber der Tierwelt ist – bitte tut das nicht! Trotzdem kann man auf diesem km langen Sandstrand sehr gut die Seele baumeln lassen, schwimmen und die Zeit genießen.



Contos Beach & Redgate Beach – Paradies für Surfer, weniger für Schwimmer
Weiter ging es zum Contos Beach. Die letzten drei Kilometer führten uns über eine holprige Schotterpiste, nur um dann festzustellen, dass der Strand zwar wunderschön, die Wellen aber gigantisch waren – ein Paradies für Surfer, aber nicht zum Schwimmen geeignet.
Der nächste Versuch: Redgate Beach. Die Zufahrt war besser, aber auch hier: starker Wind und nur einige wenige Surfer draußen. Wir merkten schnell: Margaret River ist ein echtes Surferparadies, aber weniger ein Ort für entspannte Strandtage.
Ein kurzer Stopp beim Surfers Point, wo wir den Wind- und Kitesurfern zusahen, und auch der Gnarabup Beach konnte uns leider nicht überzeugen. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Je näher wir nach Perth kommen, desto schwieriger wird es, spontan etwas zu finden. Beim zweiten Campingplatz hatten wir aber Glück und bekamen noch einen freien Platz.

Den Nachmittag und Abend verbrachten wir entspannt in Margaret River mit ein bisschen Bummeln und einer wirklich leckeren Pizza im Swings & Roundabouts. Unbedingt vorher reservieren!
💡 Tipp: Buche deinen Campingplatz in Margaret River mind. 1-2 Tage im Voraus.
Tag 10: Injidup Natural Spa, Natural Rock Pools & Weingüter
Wir starteten den Tag mit einem unglaublich leckeren Frühstück in der Margaret River Bakery – sehr zu empfehlen! Hier gibt es eine riesige Auswahl an süßen und herzhaften Frühstücksleckereien und auch viel vegetarische Auswahl.




Injidup Natural Spa
Danach ging es zum Injidup Natural Spa. Zwischen schützenden Felsen sammelt sich hier das Wasser der riesigen Wellen, die gegen die Felsformationen prallen – so entsteht ein kleiner natürlicher Spa-Pool. Wir genossen die Stimmung und wir nutzten die Gelegenheit, ein wenig auf den Felsen herumzuklettern und die Gegend zu erkunden.
💡 Tipp: Am besten kommst du am frühen Vormittag, dann hast du mit etwas Glück den Spa-Pool für dich alleine.



Das Aquarium – Naturpool mit kristallklarem Wasser
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum sogenannten „Aquarium“. Nach einer kurzen Wanderung (ca. 10 Minuten – sofern man sich nicht so wie wir zuerst verläuft 😅) erreicht man dieses kleine Naturparadies. Auch hier bildet sich zwischen den Felsen ein natürlicher Pool mit glasklarem Wasser, in dem man sogar Fische von oben beobachten kann, daher auch der Name Aquarium.



Canal Rocks
Nach einer erfrischenden Abkühlung ging es weiter zu den Canal Rocks, einer weiteren beeindruckenden Felsformation direkt an der Küste. Über einen Holzsteg kannst du zwischen zwischen den Felsen entlang spazieren.



Bevor wir unseren Stellplatz für die Nacht ansteuerten, legten wir noch einen Stopp bei der Cheeky Monkey Brewery ein, obwohl wir uns in einer der bekanntesten Weinregionen Australiens befanden 😄. Aber wir hatten einfach mehr Lust auf ein kühles Bier als auf Wein.
Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Yallingup. Am Abend holten wir uns einen richtig guten Burger vom Foodtruck gleich nebenan, laut Michi war es der beste Veggie-Burger, den er je gegessen hat.
Tag 11 – Whale Watching in Dunsborough & Busselton Jetty
Heute stand ein besonderes Highlight auf dem Programm: Whale Watching in Dunsborough. Obwohl die Walsaison in Westaustralien bereits dem Ende zuging, wollten wir die Chance nutzen. Dunsborough war einer der letzten Orte, an denen im November noch Touren angeboten wurden.
💡 Tipp: Die beste Zeit für Whale Watching in Westaustralien ist von Juni bis Oktober. Im November sind Sichtungen seltener, aber möglich. Dunsborough zählt zu den Top-Spots für späte Sichtungen!

Zunächst tat sich lange nichts auf dem offenen Meer, doch schließlich entdeckte unsere Crew in der Ferne eine Bewegung und wenig später sahen wir sie: einen Buckelwal mit Baby! Ein spektakulärer Sprung blieb zwar aus, aber das Erlebnis war dennoch unglaublich beeindruckend.
📌Wusstet ihr? Die Buckelwale ziehen jährlich entlang der Westküste vom Süden in den Norden, um im wärmeren Gewässer ihre Jungen zur Welt zu bringen. Ab Oktober beginnt dann die Rückreise in Richtung Antarktis, wir haben sie also gerade noch erwischt!
Nach der Tour machten wir noch einen Spaziergang im Leeuwin-Naturaliste Nationalpark, vorbei am Cape Naturaliste Lighthouse. Am Whale Watching Lookout blieben wir eine Weile stehen und wir sahen tatsächlich erneut 2 Wale: diesmal bekamen wir sogar ein paar Sprünge zu sehen! Unsere Drohne wollten wir auch steigen lassen, allerdings war es zu windig und beinahe wäre sie im Meer gelandet. 😅
💡Tipp: Rund um den Leuchtturm gibt es einen kostenlosen Spazierweg mit tollem Panorama. Der direkte Zugang zum Turm selbst ist kostenpflichtig.



Nach einem kurzen Supermarkt-Stopp (um unseren KitKat-Vorrat wieder aufzufüllen😄) fuhren wir weiter in Richtung Busselton. Die Suche nach einem Stellplatz gestaltete sich heute wieder schwieriger. Erst beim fünften Campingplatz ergatterten wir noch den aller letzten freien Platz.
Busselton Jetty – Sonnenuntergang am längsten Holzsteg Australiens
Am Abend spazierten wir den berühmten Busselton Jetty entlang und erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang. Als Krönung des Tages zeigten sich auch noch ein paar Delfine. Der Jetty ist übrigens mit 2 Kilometern Länge der längste Holzsteg der südlichen Hemisphäre. Am Ende des Stegs kann man mit einem Lift in eine Art Unterwassermuseum hinabfahren und die Fische wie in einem Aquarium beobachten. Wir entschieden uns allerdings, diesen Programmpunkt auszulassen und einfach die Ruhe am Meer zu genießen.

Tag 12 – Zurück nach Perth über Bunbury, Mandurah & Fremantle

Nach einem leckeren Frühstück im Claudio Bakehouse, wo es ganz viel Auswahl an süßen und herzhaften Produkten gibt, machten wir uns auf den Weg zurück nach Perth. Da wir uns für die Rückfahrt Zeit nahmen, entschieden wir uns für die Küstenstraße und legten noch ein paar Stopps ein.
Solltest du jedoch dafür keine Zeit finden, verpasst du dabei vermutlich auch nicht viel:
- Bunbury Dolphin Discovery Center: Wenn ihr früh genug dort seid (zwischen 08:00 und 10:00 Uhr), könnt ihr Delphine ganz nah am Ufer beobachten. Wir waren leider etwas zu spät dran.
- Lake Clifton Thrombolites: Ein kurzer Spaziergang auf einem Steg über den See führt zu diesen uralten Mikroorganismen. Bei uns war allerdings nicht viel zu sehen.
- Giant in Mandurah: Eine überdimensionale Holzskulptur mitten in der Natur, Teil der Kunstinstallation “Giants of Mandurah”. Für uns aber auch kein Must-See.
Zum Abschluss wollten wir unseren letzten Abend dort verbringen, wo unsere Australien Reise begonnen hat: Im Sunshine Harvester Works in Fremantle, ein cooler Ort mit Streetfood, entspannter Stimmung und perfektem Vibe zum Ausklingen.




Die Stellplatzsuche entpuppte sich allerdings als Herausforderung: Alle Plätze waren ausgebucht und wir hörten nur “sorry fully booked”. Also Plan B: Wir suchten uns über Google Maps einen abgelegenen Ort, wo wir (möglichst unauffällig) die Nacht verbringen konnten. In Australien ist das Wildcampen in städtischen Gebieten offiziell verboten.
Nach etwa 25 Minuten Fahrt zurück Richtung Süden fanden wir schließlich eine abgelegene Sackgasse, weit weg von allem. Mitten im Nirgendwo & gratis.
💡 Tipp zur Übernachtung rundum Perth:
- Unbedingt im Voraus buchen! Die Region ist stark besucht, besonders am Wochenende.
- Alternativ: Verbringe deine letzte Nacht noch weiter südlich und fahre am letzten Tag direkt nach Perth, die „Highlights“ sind hier kein Must-see.
- Wildcampen ist im städtischen Raum nicht erlaubt – Risiko beachten!
Tag 13 – Camperabgabe & Heimflug
Den letzten Morgen ließen wir gemütlich auf den Fremantle Markets ausklingen: ein letztes Mal in australische Spezialitäten eintauchen, Zimtschnecken naschen und durch die bunten Stände schlendern.
💡 Unser Tipp: Unbedingt einen Kaffee bei „The Coffee Connection“ trinken! Dort gibt’s nicht nur hervorragenden Kaffee, sondern auch Bohnen und Kapseln in besonderen Sorten. Wir haben uns für Baileys und Hazelnut Cinnamon entschieden.



Bevor es zur Camper-Rückgabe ging, suchten wir noch einen Baumarkt, um unsere Gasflasche aufzufüllen. Bei “Bunning”, “Anaconda Camping store” oder “Barbeques Galore Myaree” kannst du deine Gasflasche ganz schnell wieder auffüllen lassen.
Danach hieß es: Koffer packen. Und das dauert nach vier Wochen Australien doch deutlich länger als gedacht. Plant also genug Zeit ein, um alles wieder reisefertig zu machen.
Mit 6.636 Kilometern mehr auf dem Tacho (inkl. der Route Perth – Exmouth – Karijini), einem vollen Tank und unzähligen unvergesslichen Erinnerungen gaben wir unseren Camper schweren Herzens wieder ab.
Fazit Südwestküste Australien – Lohnt sich ein Besuch ?
An der südlich gelegene Westküste ab Perth findest du einer der schönsten Strände in Australien, malerische Küstenabschnitte und spektakuläre Landschaften. Vor allem waren wir beeindruckt von der schneeweißen Lucky Bay und dem abgelegenen East Bay Campground wo wir direkt am Strand übernachten konnten. So eine traumhafte Kulisse haben wir nirgendwo sonst in Australien erlebt.
Die Region bietet auch eine etwas besserer Infrastruktur als z.b der nördlichere Teil der Westküste. Orte wie Esperance oder Margaret River sind größer, gut erschlossen und bieten zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Das hat viele Vorteile, aber auch den Nachteil, dass es hier spürbar touristischer ist. Mit Ausnahme der Lucky Bay und unserem traumhaften Stellplatz bei Albany fanden wir auch nur eher große klassische Campingplätze.
Rückblickend waren wir vielleicht ein wenig vom Norden Australiens verwöhnt. Dort hatten wir intensivere Naturerlebnisse, mehr Abgeschiedenheit und besseres Wetter. Rund um Esperance hatten wir leider Pech mit Regen und Wind, was sicherlich unsere Eindrücke beeinflusst hat. An sonnigen Tagen hätten wir die Strände und Buchten hier wohl noch mehr genießen können.
Lohnt sich nun ein Roadtrip entlang der Südwestküste?
Definit Ja! Die Region rund um Esperance ist ein absolutes Highlight und für uns absolut ein Must-Visit in Westaustralien. Auch die beindruckende Landschaft im Torndirrup Nationalpark war einmalig. Magret-River und die Orte unterhalb von Perth würden wir das nächste mal weniger Aufmerksamkeit schenken und dafür mehr Zeit in Denham, Albany, Esperance und dem Torndirrup Nationalpark einplanen. Das ist aber nur unsere persönliche Meinung 😊











































