Der erste Teil unseres Westaustralien-Roadtrips führte uns von Perth über Exmouth bis in den Karijini Nationalpark in rund zwei Wochen (ohne Perth) mit dem Camper. Und ganz ehrlich? Diese Strecke hat uns sogar noch mehr begeistert als der spätere Teil durch Südwestaustralien.
Warum? Auf den rund 1.400 Kilometern erwarten dich:
- spektakuläre Nationalparks wie Kalbarri und der Karijini Nationalpark
- faszinierende Küstenorte mit traumhaften Schnorchelspots und einer einzigartigen Unterwasserwelt rund um Exmouth (Cape Range Nationalpark) und dem Ningaloo Reef
- beeindruckende Weiten, fast ohne Touristen
Wenn du Natur, Ruhe und echtes Outback-Feeling suchst, ist diese Route einfach perfekt. Für uns war es eines der intensivsten und schönsten Reiseerlebnisse in Australien. 💛
Die gesamte Strecke und alle Highlights unseres Westaustralien Abenteuer Roadtrips findest du auch in unserer interaktiven Google-Maps-Karte:
💡 Tipp: Du möchtest die Karte direkt auf deinem Smartphone öffnen? Dann klick einfach auf das Rechteck-Symbol oben rechts und schon kannst du sie bequem in der Google Maps App verwenden.
Unsere Westaustralien Route auf einen Blick
Tag 1–3: Perth (alle Infos dazu findest du hier)
Tag 4: Perth (Camperabholung) – Nambung Nationalpark – Jurien Bay
Tag 5: Jurien Bay – Pink Lake (Hutt Lagoon) – Kalbarri Nationalpark
Tag 6: Kalbarri – Billabong Roadhouse
Tag 7: Billabong – Shell Beach – Little Lagoon – Shark Bay – Whalebone Bay
Tag 8: Eagle Bluff – Minilya
Tag 9–11: Coral Bay
Tag 12–15: Exmouth
Tag 16: Exmouth – Tom Price
Tag 17–18: Karijini Nationalpark
Tag 1: Camperübernahme, Ersteinkäufe & die Pinnacle Desert

Nach der Übernahme unseres Apollo Campers in Perth (💡Tipp: möglichst früh dort sein – später kann’s richtig voll werden!), stand erst mal die Grundversorgung auf dem Plan: Baumarktbesuch für Sonnenschirm, Notfall-Tankkanister & Citronella Kerze (die braucht ihr unbedingt gegen die Mücken & auch Fliegen) und Lebensmitteleinkauf bei ALDI.
Dann ging’s endlich „on the road“. Unser erster Stopp: der Nambung Nationalpark mit den berühmten Pinnacles – tausende Kalksteinsäulen, die wie aus dem Nichts aus dem gelben Sandboden ragen. Die Landschaft wirkt wie nicht von dieser Welt, absolut sehenswert!
Da unser Camper zu groß für die Rundstrecke war, haben wir den Park zu Fuß erkundet. Und das hat sich mehr als gelohnt!
Übernachtung am Meer
Für die erste Nacht fuhren wir zum Sandy Cape Recreation Park, ein einfacher, aber wunderschöner Campingplatz direkt am Meer. Naturbelassen, ruhig, mit dem Rauschen der Wellen als Einschlafmusik. Der Preis beträgt 20 AUD und der Stellplatz funktioniert nach dem first come, first serve Prinzip (also früh da sein!), bezahlt wird direkt beim Park Ranger vor Ort. Wir waren gegen 18 Uhr dort (Oktober) und haben noch einen guten Stellplatz bekommen.



Übersicht – Tag 1
- Abendessen: Selbstgekochtes Gemüsecurry
- Gefahrene Kilometer: ca. 250 km
- Route: Perth (Camperübernahme) – Baumarkt & ALDI – Pinnacle Desert – Sandy Cape
- Übernachtung: Sandy Cape Recreation Park, 20 AUD
Tag 2: Pink Lake & Coastal Cliff Walk Kalbarri
Am nächsten Morgen ging’s weiter Richtung Norden, mit einem Zwischenstopp an der Hutt Lagoon, besser bekannt als der Pink Lake bei Port Gregory. Und ja: Der See ist wirklich rosa!
Die auffällige Farbe verdankt die Hutt Lagoon einer speziellen Alge namens Dunaliella salina. Bei starker Sonneneinstrahlung produziert sie Beta-Carotin, das rote Pigment, das auch in Karotten vorkommt.
💡 Fototipp: Besonders bei Sonne leuchtet das Wasser intensiv pink und wirkt fast surreal. Der Pink Lake Lookout (einfach bei Google Maps eingeben) ist perfekt für einen kurzen Stopp mit Parkplätzen direkt an der Straße.


Danach ging’s weiter in den Kalbarri Nationalpark, genauer gesagt zu den spektakulären Coastal Cliffs entlang des Ozeans.
Hier verläuft der Coastal Cliff Walk (ca. 3,5 km), den man gut zu Fuß machen kann, wir haben uns wegen starkem Wind aber für die gemütlichere Auto-Variante entschieden und mehrere Aussichtspunkte angefahren:
- Castle Cove
- Natural Bridge
- Island Rock Lookout
Alle Stopps bieten spektakuläre Ausblicke und sind absolut empfehlenswert!



Unsere zweite Nacht verbrachten wir im Red Bluff Tourist Park. Für 76 AUD bekamen wir einen Stellplatz mit eigenem Bad.
💡Tipp: Der Sonnenuntergang am Red Bluff Beach ist der perfekte Tagesabschluss.



Übersicht – Tag 2
- Gefahrene Kilometer: ca. 380 km
- Route: Jurien Bay – Geraldton (Aldi-Stopp) – Pink Lake – Kalbarri Nationalpark – Red Bluff
- Übernachtung: Red Bluff Tourist Park, ca. 76 AUD
- Abendessen: Selbstgemachte Zitronen-Tagliatelle
Tag 3: Kalbarri Nationalpark
Unser dritter Tag startete ganz bald in der Früh im Kalbarri Nationalpark, wo uns eindrucksvolle Schluchten, rot leuchtende Felswände und mehrere sehenswerte Aussichtspunkte erwarteten. Unsere Highlights im Park:
- Nature’s Window: Ein kurzer Spaziergang führt zu dem berühmten Felsfenster mit spektakulärem Blick in die Schlucht.
- Skywalk: Moderne Plattformen, die weit über den Abgrund hinausragen und sensationelle Aussichten bieten.
- Z-Bend & Z-Bend River Trail: Eine abwechslungsreiche Wanderung mit fantastischen Ausblicken in den Canyon und zum Fluss – für uns das absolute Highlight!
💡Wichtige Tipps für deinen Besuch im Kalbarri Nationalpark:
- Früh starten: Beginne Wanderungen möglichst früh am Morgen (zwischen 6–8 Uhr), denn ab Mittag kann es lebensbedrohlich heiß werden.
- Ausreichend Wasser mitnehmen: Mindestens 2 Liter pro Person, besser mehr. Die Hitze ist extrem trocken und schweißtreibend.
- Sonnenschutz für den Kopf: Trage unbedingt eine Kappe oder einen Hut, um einen Sonnenstich zu vermeiden.
- Fliegennetz als Geheimwaffe: Ein Fliegennetz für den Kopf* ist ein absoluter Gamechanger und keine Sorge, du bist damit nicht allein unterwegs!
Eigentlich hatten wir geplant, eine weitere Nacht in Kalbarri zu verbringen. Da wir unsere Aktivitäten aber früh abgeschlossen hatten und es zu heiß für weitere Wanderungen wurde, sind wir spontan weitergefahren.
Unseren ausführlichen Blogartikel mit allen Infos zum Kalbarri Nationalpark findest du hier!
Nach etwa zwei Stunden Fahrt erreichten wir das Billabong Roadhouse, wo wir auf dem kostenlosen Stellplatz übernachteten, inklusive Dusche und Tankstelle. Praktisch, unkompliziert und perfekt für die Weiterfahrt am nächsten Tag.




Etappe in Zahlen – Tag 3
- Gefahrene Kilometer: ca. 250 km
- Route: Kalbarri Nationalpark – Billabong Roadhouse
- Übernachtung: Billabong Roadhouse kostenloser Stellplatz (Dusche & Tankstelle vorhanden)
- Abendessen: Gemüsecurry + Maracuja-Cheesecake vom Billabong Roadhouse
Tag 4: Shell Beach – Little Lagoon – Shark Bay – Whalebone Bay
Heute starteten wir früh in den Tag, denn der Wecker klingelte bereits um 6:45 Uhr. Beim Billabong Roadhouse holten wir uns einen Kaffee, ein Mango-Joghurt und einen „Fliegenpracker“ – der war wirklich nötig. Den gab’s sogar geschenkt, mal wieder ein Beispiel für die unglaubliche Freundlichkeit der Australier.
Unser erster Stopp war das Marineschutzgebiet Hamelin Pool, berühmt für seine uralten Stromatolithen, die ältesten bekannten Lebewesen der Erde. Leider war bei unserem Besuch nichts zu sehen, deshalb fuhren wir gleich weiter.
Shell Beach
Der nächste Halt war Shell Beach, ein einzigartiger Strand, der komplett aus kleinen weißen Muscheln besteht. Hier ist der Salzgehalt des Wassers doppelt so hoch wie üblich und das merkt man sofort, wenn man ins Meer geht! Wir genossen hier etwas Zeit am Wasser, bevor wir weiter Richtung Denham fuhren.




Little Lagoon – Ein echter Geheimtipp
Weiter ging es zur Little Lagoon bei Denham. Ein absolut ruhiger, türkisblauer Ort, ideal für eine kurze Pause. Besonders spektakulär: die Drohnenaufnahmen von hier – traumhaft schön! 📸


Whalebone Bay – Übernachtung mit Meerblick
Unsere Nacht verbrachten wir an der Whalebone Bay – ein einfacher, aber wunderschöner Naturstellplatz direkt am Meer. Für die Campingplätze in der Gegend (Whalebone Bay, Eagle Bluff etc.) meldest du dich am besten im Visitor Center Denham an und holst dir deine Genehmigung ab. Kosten pro Nacht: ca. 15 AUD.
Beim Abendspaziergang entdeckten wir im Wasser etwas Großes – vielleicht ein Hai, ein kleiner Wal oder ein riesiger Delfin. Leider waren wir zu weit entfernt und hatten natürlich das Fernglas vergessen.
Zum Sonnenuntergang gab’s Spaghetti mit Meerblick und später einen spektakulären Sternenhimmel, den man nur fernab der Zivilisation erlebt.




Etappe in Zahlen – Tag 4
- Gefahrene Kilometer: ca. 230 km
- Route: Billabong Roadhouse – Hamelin Pool – Shell Beach – Denham – Little Lagoon – Whalebone Bay
- Übernachtung: Whalebone Bay Naturstellplatz, ca. 15 AUD (Genehmigung im Visitor Center)
- Abendessen: Spaghetti mit Meerblick
Tag 5: Entlang der Küste Richtung Coral Bay
Heute ging es weiter Richtung Coral Bay, einem der großen Highlights an der Westküste. Den Stopp bei Monkey Mia ließen wir bewusst aus, dort kann man Delfine am frühen morgen nahe am Strand beobachten, jedoch werden die Delfine angefüttert, was uns persönlich zu touristisch war. Außerdem sind wir keine Fans davon, wenn Wildtiere gefüttert werden. Wenn du aber noch nie freilebende Delfine gesehen hast, kann sich der Besuch durchaus lohnen.
Unser erster Halt war der beeindruckende Eagle Bluff – den solltest du auf keinen Fall verpassen! Die Farben des Meeres hier sind magisch und man könnte stundenlang aufs Wasser schauen, wäre da nicht der oft zu starke Wind an der Küste. Aus der Ferne konnten wir sogar Haie und Rochen beobachten.

Entlang der Strecke Richtung Norden machten wir immer wieder spontane Stopps, einfach weil die Landschaft so atemberaubend war oder wir coole Spots entdeckten. Weite Ebenen, wechselnde Farben und das typische „Roadtrip-Gefühl“ machten die Fahrt richtig angenehm.


In Carnarvon füllten wir unsere Wasser- und Lebensmittelvorräte auf (hier gibt’s einen großen Woolworths). Danach nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Nach rund 4,5 Stunden Fahrt entschieden wir uns, etwa eine Stunde vor Coral Bay in Minilya auf einem einfachen, kostenlosen Campingplatz direkt an der Straße zu übernachten. Für eine Nacht völlig ausreichend!

Wie so oft auf dieser Reise wurden wir auch hier mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.
Etappe in Zahlen – Tag 5
- Gefahrene Kilometer: ca. 443 km
- Route: Whalebone Bay – Eagle Bluff – Carnarvon (Einkaufen) – Minilya
- Übernachtung: Kostenloser Stellplatz in Minilya, einfache Ausstattung
- Abendessen: Halloumi Wraps
Tag 6: Coral Bay – Haie hautnah und eine schweißtreibende Wanderung
Nach unserer Ankunft im kleinen, entspannten Küstenort Coral Bay ging’s erstmal zur Tankstelle. Und wow – je weiter man Richtung Norden kommt, desto höher die Spritpreise: Von 1,70 AUD in Perth waren wir inzwischen bei 2,18 AUD pro Liter angekommen (ca. 1,33 €).
💡 Tipp: Tanke am besten immer, wenn du die Möglichkeit dazu hast, auch wenn der Tank noch halb voll ist.
Shark Nursery
Anschließend spazierten wir entlang der Küste zur sogenannten Shark Nursery, einem geschützten Bereich, in dem Schwarzspitzen-Riffhaie im ruhigen, seichten Wasser ihre Jungen zur Welt bringen. Und ja, man steht hier wirklich keine drei Meter von unzähligen Haien entfernt. Ein absolut einzigartiger Moment!
Wichtig: Bitte geh hier nicht schwimmen, um die Haie, besonders die Jungtiere, nicht zu stören. Der Bereich ist ein geschützter Lebensraum und der sollte mit Respekt behandelt werden.

Five Fingers Reef
Etwas übermütig machten wir uns danach auf den Weg zum Five Fingers Reef, einem abgelegenen Schnorchelspot südlich von Coral Bay. Der Haken: Die Strecke ist eigentlich nur mit Allradfahrzeug machbar. Da wir kein 4×4 Fahrzeug hatten, starteten wir zu Fuß – bei 35 Grad und praller Sonne. Nach 40 Minuten waren wir zwar am Ziel, mussten aber feststellen, dass Wind und Strömung zu stark für sicheres Schnorcheln waren. Also blieb uns nichts anderes übrig, als den Rückweg anzutreten. Zum Glück nahm uns auf halber Strecke ein Pärchen mit 4×4 mit zurück. Auch wenn wir komplett erledigt waren, die Landschaft dort war atemberaubend.




Bill’s Bay
Den späten Nachmittag verbrachten wir noch an der Bill’s Bay, dem Hauptstrand von Coral Bay und direkt gegenüber unseres Campingplatzes. Zu unserer Reisezeit (Oktober) war es hier erstaunlicherweise sehr ruhig.
Zum Essen ging’s in die Bill’s Bar, wo es für uns Veggie-Burger und Calamari Fritti gab – beides können wir sehr empfehlen.
Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: der People’s Park Caravan Park. Kostenpunkt: 80 AUD pro Nacht (wir hatten eine Ocean Front Caravan Site).



Übersicht – Tag 6
- Gefahrene Kilometer: ca. 100 km
- Route: Minilya Free Camping – Coral Bay
- Übernachtung: People’s Park Caravan Park, Ocean Front Caravan Site, 80 AUD/Nacht
- Abendessen: Bill’s Bar (Veggie Burger & Calamari Fritti)
Tag 7: Coral Bay – Schnorcheln am Ningaloo Reef
Heute durften wir eine Schnorchel-Tour mit dem Glasbodenboot direkt am Ningaloo Reef machen. Das Ningaloo Reef an der Westküste ist das weniger bekannte Pendant zum Great Barrier Reef im Osten, aber dafür deutlich intakter und ursprünglicher. Mit seinen rund 240 Kilometern Länge erstreckt sich das Riff entlang der Küste und ist an einigen Stellen sogar direkt vom Strand aus zugänglich.




Bei unseren zwei Schnorchelstopps auf der Tour konnten wir uns selbst ein Bild von dem einzigartigen Riff machen – so viele lebendige Korallen auf einmal haben wir noch nie gesehen. Richtig beeindruckend!
Es gibt hier übrigens auch Touren zum Schnorcheln mit Mantas, allerdings kam unsere Tour leider nicht zustande, da zu wenige Teilnehmer angemeldet waren. Zwischen Mai und Juli kannst du hier sogar mit Walhaien schwimmen und von Juni bis November ziehen oft Buckelwale an der Küste vorbei.
Nach der Tour ging’s für uns noch zum etwas abgelegenen Paradise Beach – komplett menschenleer, türkisblaues Wasser, feinster Sand und absolute Ruhe. Ein echter Traum!

Etappe in Zahlen – Tag 7
- Gefahrene Kilometer: 0 km (Coral Bay Aufenthalt)
- Route: –
- Übernachtung: People’s Park Caravan Park, Ocean Front Caravan Site, 80 AUD/Nacht
- Abendessen: Mexikanische Quinoa-Pfanne
Tag 8–10: Exmouth & Cape Range Nationalpark – Abgeschiedenes Paradies an der Westküste
Der nördlichste Punkt unseres Westaustralien-Roadtrips führte uns nach Exmouth und weiter in den rund eine Stunde entfernten Cape Range Nationalpark und was sollen wir sagen: Hier hat’s uns endgültig erwischt ❤️. Kein Strom, kein Empfang, keine Einkaufsmöglichkeiten, dafür Ruhe, Natur pur und das endlose Blau des Ozeans.
Die Farben des Wassers? Noch intensiver als in Coral Bay – kaum zu glauben, aber wahr. Für uns war sofort klar: Das ist der schönste Ort unserer Reise. Die Kombination aus Abgeschiedenheit, spektakulärer Unterwasserwelt und dieser unglaublichen Ruhe ist einfach einmalig.
Wir verbrachten je eine Nacht auf dem Osprey Campground, dem Kurrajong Campground und dem Mesa Campground – alle drei können wir uneingeschränkt empfehlen.
💡 Wichtig: Unbedingt mehrere Wochen im Voraus reservieren, denn die Stellplätze sind sehr begehrt. Die Buchung erfolgt bequem online über die Plattform Explore Parks WA.
Unsere Schnorchel-Highlights im Cape Range Nationalpark:
- Osprey Bay – einfach ein wunderschöner Bade- & Schnorchelspot. Am besten ist es morgens: viele Schildkröten!
- Oyster Stacks – nur bei Flut zugänglich, unglaublich lebendige Unterwasserwelt. Achte hier auf die Gezeiten-Tafel, direkt dort beim Parkplatz zu finden. Wenn du bei Ebbe schnorchelst, zerstörst du leider die Korallen.
- Turquoise Bay – hier haben wir viele bunte Fische, Schildkröten und sogar zwei Riffhaie gesichtet 🦈 Achte hier unbedingt auf die starken Strömungen bei der Sandbank. Du findest direkt am Strand ein Schild mit genauen Informationen.
Zum Baden sind Sandy Bay und natürlich die Turquoise Bay perfekt – weißer Sand, türkisblaues Wasser und kaum Menschen. Für uns: schöner als in jeder Raffaello-Werbung!
Etappe in Zahlen – Tag 8-10
- Gefahrene Kilometer gesamt: ca. 250 km
- Route: Coral Bay – Exmouth (Wasser & Vorräte auffüllen) – Cape Range Nationalpark
- Übernachtung:
- Osprey Campground – 11 AUD pro Nacht
- Kurrajong Campground – 11 AUD pro Nacht
- Mesa Campground – 11 AUD pro Nacht
- Abendessen:
- Chinesische Gemüsepfanne mit Tofu
- Nudeln mit Tomatensauce
- Udon-Nudeln mit Gemüse
Tipps für deinen Aufenthalt im Cape Range Nationalpark
- Buche frühzeitig deinen Stellplatz – die Plätze sind schnell ausgebucht!
- Nimm genügend Wasser & Essen mit – die letzte Einkaufsmöglichkeit ist in Exmouth (z. B. IGA).
- Sorge für ausreichend Sonnenschutz – ein Sonnenschirm ist Gold wert.
- Schnorchelausrüstung ist ein Must Have – besonders für Oyster Stacks wichtig.
- Genieße den „digital detox“ – kein Netz, kein WLAN, nur Natur pur.
Tag 11: Driving Day Richtung Karijini Nationalpark – Zwischenstopp in Tom Price

Heute stand ein echter Roadtrip-Tag auf dem Plan: Über 600 Kilometer von der Küste ins Landesinnere in Richtung Karijini Nationalpark. Da uns das zu viel für einen Tag war, übernachteten wir in Tom Price, der nächstgelegenen Stadt zum Nationalpark. Hier könnt ihr auch nochmals eure Vorräte auffüllen.
💡Wichtig: Wenn ihr kein 4×4-Fahrzeug habt, müsst ihr unbedingt über Paraburdoo fahren, da die direktere Route nicht asphaltiert ist. Google Maps schickt euch leider automatisch über die nicht asphaltierte Nordstraße.
Nach drei Nächten ohne Strom und mit dem Wissen, dass uns im Karijini ebenfalls keine Stromanschlüsse erwarten würden, war ein Stellplatz mit Stromanschluss (und somit funktionierender Klimaanlage) in Tom Price definitiv die richtige Wahl. Das Thermometer zeigte hier bereits 44 Grad an – ohne Klimaanlage kaum auszuhalten.
Ein besonderes Ziel auf unserer Bucket List war die Hamersley Gorge, eine der schönsten Schluchten im Karijini Nationalpark. Leider durften wir mit unserem Mietcamper (kein 4WD) laut Mietwagen-Vertrag nicht dorthin fahren. Die Locals meinten zwar, die Straße sei in gutem Zustand, doch ohne Erlaubnis der Vermietung wollten (und durften) wir das Risiko nicht eingehen.
Wir versuchten vor Ort, spontan ein Allradfahrzeug zu mieten, aber leider erfolglos.
💡Tipp: Wenn du unbedingt zur Hamersley Gorge möchtest, kümmere dich im Voraus um ein 4WD oder finde frühzeitig jemanden, der dich mitnehmen kann.
Etappe in Zahlen – Tag 11
- Gefahrene Kilometer: 621 km
- Route: Cape Range Nationalpark – Exmouth – Paraburdoo – Tom Price
- Übernachtung: Tom Price Tourist Park, Powered Site mit Strom – 52 AUD
- Abendessen: Italienischer Nudelsalat
Tag 12: Karijini Nationalpark – Wir kommen!
Heute ging’s früh los. Um 6 Uhr machten wir uns auf den Weg in den Karijini Nationalpark, um der Mittagshitze ein wenig zu entkommen. Trotzdem zeigte das Thermometer schon 30 Grad – willkommen im Outback!
Der Karijini Nationalpark ist eines der spektakulärsten Naturwunder Westaustraliens. Bekannt für seine tiefen Schluchten, natürlichen Pools und Wasserfälle, ist er zugleich ein Ort von großer kultureller Bedeutung. Die Gegend ist die Heimat der Aborigines-Stämme Banyjima, Kurrama und Innawonga, die hier bereits seit über 30.000 Jahren leben.
Viele Orte im Park sind eng mit den Traumzeit-Geschichten verbunden – spirituelle Erzählungen, die die Schöpfung und das Leben erklären. Seit den 1960er Jahren ist das Gebiet als Nationalpark geschützt und heute ein beliebtes Ziel für Natur- und Kulturtourismus.
Unsere liebsten Wanderungen, Highlights und Insider-Tipps zum Karijini Nationalpark findest du im separaten Blogartikel – dort verraten wir dir, welche Schluchten du auf keinen Fall verpassen solltest: –-> zum Blogbeitrag
Etappe in Zahlen – Tag 12
- Gefahrene Kilometer: 80 km
- Route: Tom Price – Karijini Nationalpark
- Übernachtung: Karijini Eco Retreat, Unpowered Site – 48 AUD
- Abendessen: Veggie Burger im Karijini Eco Retreat Restaurant
Du willst wissen, wie es danach weiterging? Hier geht’s zum zweiten Teil unseres Westaustralien-Abenteuers: -> zum Blogbeitrag
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