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Reisetipps Australien: Einreise, beste Reisezeit, Camper & mehr

Australien ist wild, weit und wunderschön, aber auch ein Land, das im Hinblick auf Planung und Vorbereitung ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verlangt. Gerade wenn du mit dem Camper unterwegs bist, solltest du ein paar Dinge unbedingt vorab wissen.

Damit dein Abenteuer von Anfang an rund läuft, findest du hier alle wichtigen Tipps für deinen Australien-Roadtrip: Von der Einreise und der besten Reisezeit über die Camperwahl, Versicherungen und Packliste bis hin zu unseren Lieblings-Apps und der Stellplatzsuche.
Let’s go!


Inhaltsverzeichnis

Einreise nach Australien

Wir empfehlen, vor jeder Reise einen Blick auf die Seite des Bundesministeriums zu werfen (Australien – BMEIA – Außenministerium Österreich). Dort findest du wichtige Hinweise betreffend Kriminalität, Ein- und Ausfuhrbestimmungen, Impfempfehlung, Informationen zur Visumpflicht und weitere nützliche Informationen.

Australien gilt mit Stand 2025 als sehr sicher (Sicherheitsstufe 1) und die Einreise läuft sehr geordnet und unkompliziert ab. Bei der Einreise in Perth kamen wir auch das erste Mal mit der australischen Freundlichkeit in Kontakt: Die Beamten dort waren extrem hilfsbereit und sehr gut gelaunt 😊.

Visum beantragen

Wer nach Australien reist, benötigt ein Einreisevisum. Das ganze kannst du in wenigen Minuten bequem online auf der Seite des “Department of Home Affairs” beantragen. 

Solltest du weniger als 3 Monate im Land bleiben, benötigst du die “eVisitor” Genehmigung (Subklasse 651). Das Tolle daran: Es ist kostenlos. (Stand 2025)

💡 Tipp: Druck dir die Visumsbestätigung aus oder speichere sie digital ab.

Einreisevisum Australien eVisitor

Einfuhrbestimmungen beachten

Australien hat sehr strenge Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel. Das liegt an der einzigartigen Umwelt, Landwirtschaft und Biodiversität, die du in Australien vorfinden wirst. Um diese Artenvielfalt vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen, darfst du zum Beispiel kein frisches Obst einführen. Bei unserem Anschlussflug in Dubai nach Perth wurden wir bereits das erste Mal kontrolliert. Eine genaue Auflistung aller erlaubten und verbotenen Gegenstände findest du auch auf der Website der Australia-Border-Force (Can you bring it in?).


Beste Reisezeit

Australien ist riesig, 7,7 Millionen Quadratkilometer groß, um genau zu sein. Zum Vergleich: Das ist fast so viel wie ganz Europa! Kein Wunder also, dass es hier ganz unterschiedliche Klimazonen gibt. Während du im Süden im Winter mit kühlen Temperaturen und Regen rechnen musst, herrscht im tropischen Norden von November bis April oft drückende Hitze mit Monsunregen. Damit dein Roadtrip nicht wortwörtlich ins Wasser fällt, solltest du die beste Reisezeit für deine Route gut planen.

Norden Australiens (z. B. Darwin, Cairns, Great Barrier Reef)

  • Klima: Tropisch mit Trockenzeit und Regenzeit
  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (Trockenzeit)
  • Achtung: In der Regenzeit (Nov–April) drohen heftige Schauer, hohe Luftfeuchtigkeit und Zyklone

Ostküste Australiens (z. B. Brisbane, Gold Coast, Sydney)

  • Klima: Subtropisch bis gemäßigt
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig möglich, aber ideal sind März – April (Frühling) und September-November (Herbst): Angenehme Temperaturen und weniger Feuchtigkeit
  • Achtung: Sommer (Dez–Feb) kann nördlich sehr heiß und schwül werden

Süden Australiens (z. B. Sydney, Melbourne, Adelaide, Tasmanien):

  • Klima: Gemäßigt mit vier Jahreszeiten
  • Beste Reisezeit: Frühling (Sep–Nov) und Herbst (März–Mai): Angenehme Temperaturen, weniger Touristen
  • Hinweis: Im australischen Winter (Juni – August) kann es kühl und regnerisch werden, im Sommer (Dezember – Februar) heiß – aber gut für Strandliebhaber!

Westküste Australiens (z. B. Perth, Ningaloo Reef, Broome)

  • Klima: Mediterran im Süden, tropisch im Norden
  • Beste Reisezeit: April bis Oktober: Angenehm warm, wenig Regen, perfekt für Roadtrips und Schnorcheln mit Walhaien am Ningaloo Reef
  • Südwesten-Tipp: Ab November (besser Dezember) ideal für Strandliebhaber und Weinregionen

Zentrales Outback (z. B. Uluru, Alice Springs)

  • Klima: Extrem – von Hitze bis eisiger Kälte
  • Beste Reisezeit: Mai bis September: Tagestemperaturen sind erträglich, Nächte frisch aber nicht eiskalt
  • Tipp: Im Dezember – Februar (Sommer) besser meiden, Temperaturen über 40 °C sind keine Seltenheit!

Fazit: Wann ist die beste Reisezeit für Australien?

Die perfekte Reisezeit hängt ganz von deiner Route ab. Ob tropischer Norden, sonnige Westküste oder das heiße Outback, Australien zeigt sich das ganze Jahr über von ganz unterschiedlichen Seiten. Plane deine Roadtriproute also mit der richtigen Jahreszeit im Hinterkopf.


Packliste Australien

Wir haben unser Gepäck für unserer 4-wöchigen Australienreise in einem separaten Beitrag für dich aufgelistet. Schau gerne vorbei: -> zum Blogbeitrag


Internet & Simkarte

Australien ist, wie bereits erwähnt, riesig und das bedeutet: Empfang & Internet sind keine Selbstverständlichkeit, vor allem in abgelegenen Regionen wie dem Outback oder in Teilen Westaustraliens. In Städten wie Perth, Sydney oder Melbourne hast du in der Regel stabiles Netz, aber sobald du in die Wildnis fährst, kann’s schnell offline werden.

Für deinen Roadtrip lohnt sich deshalb eine lokale SIM-Karte oder eSIM, mit der du unabhängig vom WLAN bleibst.

Wir haben uns im Vorfeld (leider) nicht gut genug informiert. Durch Recherchen wussten wir zwar, dass der Anbieter “Telstra” (Telstra Personal) die beste Netzabdeckung hat, allerdings machten wir uns keine zu genauen Gedanken, wie wir einen solchen Tarif erwerben können. 

Am Flughafen fanden wir dann nur den Anbieter Telsim. Dort wurde uns versichert, dass die Tarife das Telstra-Netz nutzen und wir in ganz Australien einen sehr guten Empfang haben. Da wir von der langen Anreise erschöpft waren, überlegten wir nicht mehr lange und entschieden uns für eine eSim mit Telefonie und 35 GB Internet. 

In Perth hatten wir damit auch überhaupt keine Probleme. Sobald wir unseren Roadtrip starteten und Richtung Norden fuhren, fingen die Verbindungsprobleme an. Kurz gesagt, hatten wir mit diesem Tarif auf 80% unserer Route keinen Empfang und kein Internet.

Wir recherchierten nochmals schnell: Telstra musst du direkt in einem Shop in Perth kaufen, Chance verpasst. Wir suchten eine Alternative und entschieden uns für den Onlineanbieter “Buddysim”. Der Bestell- und Einrichtungsprozess der eSim (nur Datenvolumen und keine Telefonie) lief ohne Probleme, und der Empfang war exzellent. Wir können diesen Anbieter also uneingeschränkt weiter empfehlen, buchen kannst du direkt online: Buddysim eSim Australien

Zudem haben wir auch mit Saily* nur gute Erfahrungen gemacht.

Fazit: So bleibst du in Australien verbunden

  • Beste Netzabdeckung: Telstra – direkt im Shop kaufen!
  • Flexible Alternative: eSIM von Buddysim oder Saily* (reine Datenverbindung)
  • Vorsicht bei Telsim – funktioniert nur in Städten wirklich gut
  • Im Outback: Selbst mit dem besten Datentarif wirst du im Outback ohne Empfang auskommen müssen – Offline-Maps (z. B. Maps.me, oder Google Maps) sind Gold wert

Die Wahl des richtigen Campers 

Dein Camper ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel – er ist Küche, Schlafplatz, Aussichtspunkt und manchmal auch der Rückzugsort bei Regen, also besser gesagt dein Zuhause auf Rädern. Es lohnt sich also, genau zu überlegen, was du brauchst und was nicht.

Wichtige Fragen vor der Buchung

  • Wie viel Komfort brauchst du? Dusche & WC oder „back to basics“?
  • Wie viele Personen reisen mit? Reist du allein, zu zweit oder mit Freunden?
  • Brauchst du einen Allrad-Camper (4WD) für abgelegene Routen?
  • Wie viel Stauraum brauchst du wirklich?
  • Brauchst du einen Stromanschluss (Klima / Heizung)?

Wenn du diese Fragen für dich beantworten kannst, geht es an die Suche des perfekten Campers.

Brauche ich für Westaustralien einen Allradantrieb (4WD)?

Wir finden: Grundsätzlich nein!
Für die klassische Südwestroute (z. B. Perth – Esperance) ist ein 4WD nicht notwendig. Die Straßen sind gut ausgebaut und alle Highlights problemlos mit einem normalen Campervan erreichbar.
Anders sieht es auf dem Weg nach Exmouth und zum Karijini Nationalpark aus. Du kannst auch hier die Hauptsehenswürdigkeiten mit einem 2WD-Fahrzeug erreichen, doch viele abgelegene Natur-Highlights sind nur mit Allradantrieb zugänglich – z. B. die Hamersly Gorge, Teile des Francois Péron Nationalparks, Five Fingers Reef in Coral Bay oder Teile des Cape Range Nationalparks.

Ein 4WD lohnt sich also für alle, die abseits der Touristenpfade unterwegs sein wollen und das volle Abenteuer suchen.
Am Ende ist es auch eine Frage des Komforts und Fahrgefühls: Willst du flexibel sein und wirklich jede Ecke erkunden oder reicht dir die „klassische“ Route?

Wir waren zum ersten Mal in Australien unterwegs (Perth – Exmouth – Karijini – Esperance – Perth) und hatten einen großen, komfortablen 2WD-Camper. Damit kamen wir überall problemlos hin und wir waren sehr zufrieden. Beim nächsten Mal würden wir im Norden einen Allrad-Camper nehmen, um noch mehr Abenteuer abseits der Hauptstraßen zu erleben.

Camper mieten – unsere Erfahrung & Tipps

Vergleiche verschiedene Anbieter und achte bei den Angeboten auch auf einen ausreichenden Versicherungsschutz. Wir haben unseren Camper über CamperDays gebucht, ein Vergleichsportal, auf dem du Angebote filtern kannst (z. B. nach WC, Allrad, Automatik) und alle großen Anbieter im Überblick hast.

Wir können CamperDays uneingeschränkt empfehlen. Dort bekamen wir immer den den besten Preis inkl. tollem Kundenservice.

Beliebte Marken bei CamperDays:
Bei CamperDays findest du Angebote von Apollo, Cheapa Campa, Hippie Camper, Maui, Britz. Grundsätzlich ist es vollkommen egal bei welchem Anbieter bzw. bei welcher Marke du deinen Camper mietest, da alle zur THL Gruppe gehören und die Vermietung zentral gesteuert wird.

Der Unterschied zwischen den einzelnen Anbieter: Die Fahrzeuge wechseln mit fortschreitendem Alter den Anbieter.

  • Maui und Apollo: neue Fahrzeuge, hoher Preis
  • Cheapa Campa und Hippie Camper: ältere Modelle, dafür günstiger

Unsere Wahl:
Wir haben uns für einen Apollo Euro Tourer mit Dusche und WC entschieden und waren vollsten zufrieden.

camper-australien
Unser 2WD Camper von Apollo

Versicherung – worauf du achten solltest

Wenn du über Camperdays buchst, bist du beim Basispaket zwar Vollkasko versichert, allerdings mit mehreren tausenden Euro Selbstbehalt (ca. 7.500€). Im Schadensfall bleibst du also auf einer Menge Geld sitzen. Um dir den Ärger zu sparen, empfehlen wir immer einen Selbstbehalt zu vermeiden – dazu hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Eine separate Selbstbehalt Versicherung zum Decken des Selbstbehalts. Aus persönlicher Erfahrung können wir die Hanse Merkur Versicherung uneingeschränkt empfehlen.
    • Vorteil: Eventuell etwas günstiger
    • Nachteil: Du musst im Schadensfall in Vorleistung gehen und bei 7500€ ist das eine Menge Geld
  2. Premium Paket wählen: Bei der Buchung ein Premium Paket OHNE Selbstbehalt wählen
    • Vorteil: Kleiner Selbstbehalt (250€) im Schadenfall
    • Nachteil: Etwas teurer, dafür nichts zu zahlen im Schadensfall

Wir haben uns für das Premium Paket bei CamperDays entschieden und würden das auch so jeden empfehlen.

💡 Unsere Tipps

  • Buche frühzeitig – besonders in der Trockenzeit (Mai–Oktober) sind viele Camper schnell ausgebucht!
  • Achte auf Bewertungen des Anbieters & Zustands des Fahrzeugs.
  • Vermeide hohe Selbstbehalte – das spart im Ernstfall Nerven und Geld.
  • Plane realistisch: Ein 4WD ist nicht immer notwendig, aber in Gegenden wie dem Karijini Nationalpark oder auf abgelegenen Tracks Gold wert.
  • Nimm dir Zeit beim Check-in – dokumentiere Vorschäden mit Fotos oder Videos und lass dir alles gut erklären.

Stellplätze vorbuchen – ja oder nein?

Kommt drauf an!

In der Hochsaison (v. a. Schulferien, australische Feiertage & beliebte Nationalparks wie Cape Range oder Cape Le Grand) lohnt sich auf jeden Fall eine Vorbuchung, besonders wenn du mit einem großen Camper oder Kindern unterwegs bist. 

Freie Stellplätze (Free Camps) findest du meist spontan über WikiCamps oder CamperMate. Aber: Früh ankommen lohnt sich – „first come, first serve“ ist oft die Regel!

Unsere Erfahrung

Wir haben beispielsweise in Coral Bay, im Cape Range Nationalpark in Exmouth und im Cape Le Grand Nationalpark bei der berühmten Lucky Bay unseren Stellplatz vorgebucht. Die restliche Zeit hatten wir eigentlich nie wirklich Probleme, spontan einen Stellplatz zu bekommen, vor allem weil wir auch gerne die großen “Tourist Parks” gemieden haben. Lediglich gegen Ende unserer Reise zwischen Margaret River und Perth war es mit der spontanen Stellplatzsuche teilweise schwierig. Oft mussten wir 2-3 Campingplätze abfahren um noch einen Platz zu bekommen.

Wo und wie buche ich einen Stellplatz?

Wir haben all unsere Stellplätze mit Hilfe der WikiCamps-App gefunden. In der App findest du die wichtigsten Informationen zu den Stellplätzen sowie Links zu den jeweiligen Buchungsportalen. Größere Touristparks buchst du direkt über deren Webseiten, während kleinere Stellplätze in Nationalparks zum Beispiel über die Online-Plattform Explore Parks WA (Department of Biodiversity, Conservation and Attractions) gebucht werden können.
Manchmal gilt auch das First-Come-First-Serve-Prinzip, bei dem eine Vorbuchung nicht möglich ist.

Sieh dir auch gerne unseren Blogartikel zu den schönsten Stellplätzen unseres Roadtrips an!


Wildcampen in Australien

Wichtig ist auch zu beachten, dass das Wildcampen in Western Australia verboten ist. Vor allem rund um größere Städte wie Perth, Coral Bay oder Esperance findest du dazu auch viele Hinweisschilder und man muss mit hohen Strafen rechnen.

💡 Tipp: Entlang der Highways gibt’s kostenlose Rest Areas (teils ohne WC oder Wasser). Diese findest du auch in der App – ideal für eine Nacht „on the road“. Oftmals haben diese Plätze weder Toiletten noch Wasserzugang, das solltest du im Hinterkopf haben.

Es gibt aber auch einige kleine abgeschiedene Stellplätze ohne Touristen und mit richtigem “Wildcamp-Feeling”. Mitten in der Natur, direkt am Strand oder auch mal abgelegen inmitten von Weinreben. Sieh dir dafür unsere Geheimtipps & Lieblingsstellplätze an! → zum Blogbeitrag


Wie plane ich meine Reiseroute in Australien?

Ein Roadtrip durch Australien ist kein Sprint, sondern ein Abenteuer und gerade in der Weite des Landes lohnt es sich, die Dinge nicht ins kleinste Detail zu planen und und auch die kleinen Momenten „on the road“ zu genießen. Für uns stand im Fokus: Erleben statt hetzen.

Wenn du das erste mal einen Roadtrip planst, könnte dich auch unser Blogbeitrag zum Thema „Roadtrip Planung“ interessieren. Schau gerne vorbei: -> zum Blogbeitrag

Realistische Zeitplanung für große Distanzen

Die Entfernungen in Australien sind nicht zu unterschätzen, das solltest du bei der Planung deiner Route berücksichtigen. Die Westküste von Perth bis Exmouth ist über 1.250 km lang und selbst die kürzeren Strecken sind oft nicht so schnell zu befahren, wie du es dir vielleicht vorstellst. Plane daher immer genügend Zeit für längere Fahrten und auch Pausen ein. Bei den Angaben von Google Maps solltest du auch immer einen kleinen Puffer dazu rechnen.

💡 Tipp: Plane im Schnitt 200-400 km Fahrt pro Tag ein, aber sei flexibel. Der Weg ist das Ziel und oft wirst du an Orten anhalten, die du ursprünglich gar nicht auf dem Radar hattest.

Nicht alles vorab buchen

Der Vorteil eines Roadtrips ist die Freiheit, die du hast, wann und wo du anhältst. Auch wenn du einige Campingplätze im Voraus buchen sollst (besonders in Nationalparks), lass dir auch Zeit für spontane Stopps. Die besten Entdeckungen sind oft die, die nicht auf dem Plan standen.

Route flexibel gestalten

Ein fixer Tagesplan kann unterwegs stressig werden. Deshalb empfehlen wir dir: Leg nur grob fest, welche Orte du sehen möchtest, aber lass Raum für Spontanität. So kannst du problemlos länger an einem Lieblingsort bleiben oder eine neue Strecke ausprobieren, ohne direkt deinen gesamten Zeitplan zu kippen.

Realistische Tagesetappen

Auch wenn du viel sehen möchtest, überlade deine Tagesetappen nicht. Selbst wenn du täglich “nur” 250-300 km zurücklegst, kann das auf Schotterstraßen oder in abgelegenen Regionen mehr Zeit kosten als du denkst.

💡 Tipp: Plane genügend Pausen und Stopps ein – nicht nur zum Tanken oder für ein Foto, sondern auch, um die Natur und das Leben um dich herum aufzusaugen.

Highlights auf der Route festlegen

Mache eine Liste der Must-See Orte entlang der Westküste und lege diese als grobe Orientierung fest. Für uns waren das z.B. an der Westküste:

  • Perth und Fremantle
  • Rottnest Island
  • Kalbarri Nationalpark
  • Exmouth & Ningaloo Reef
  • Karijinii National Park
  • Lucky Bay

Fazit: Der Weg ist das Ziel

Die Planung einer Reiseroute für Australien muss nicht in Stress ausarten. Das Wichtigste ist, sich Realismus und Flexibilität zu bewahren. Nutze die Weite des Landes, um nicht nur Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sondern auch die Natur, die Menschen und den Moment zu genießen. Plane deine Reiseroute also nicht zu starr, sondern lasse Raum für spontane Entdeckungen und Erlebnisse. Denn am Ende wird nicht nur der Roadtrip, sondern auch der Abenteuergeist deine Reise zu etwas ganz Besonderem machen.


Nationalpark Pass

Australien ist ein wahres Paradies für Naturfreunde, denn mit über 500 Nationalparks gibt es unzählige spektakuläre Landschaften zu entdecken! Viele dieser Parks erheben allerdings Eintrittsgebühren, die sich schnell summieren können. Hier kommt der Nationalpark Pass ins Spiel. Je nach Bundesstaat gibt es verschiedene Pässe, mit denen du entweder einzelne oder mehrere Parks für eine bestimmte Zeit besuchen kannst.

  • New South Wales (z. B. Blue Mountains, Kosciuszko NP): Ein Jahrespass lohnt sich, wenn du mehrere Parks besuchst.
  • Western Australia (z. B. Karijini, Kalbarri): Hier gibt’s einen „Holiday Pass“ für Kurztrips (Optionen für 5 Tage, 14 Tage, 4 Wochen) oder einen Jahrespass („All Parks Pass“). Bei unserem Roadtrip haben wir uns für den 4-wöchigen Holiday Pass entschieden und konnten so alle Nationalparks ohne weitere Gebühr nutzen. Da gefühlt ganz Westaustralien aus verschiedene Nationalparks besteht, würden wir dir diesen ans Herz legen.
  • Tasmanien: Der „Parks Pass“ ist Pflicht für alle Nationalparks und kann als Tages-, Wochen- oder Jahrespass gekauft werden.
  • South Australia & Northern Territory: Viele Parks sind kostenlos, aber für einige (z. B. Uluru-Kata Tjuta NP) brauchst du ein Ticket.
  • Queensland: Die meisten Parks sind frei zugänglich, aber Campinggebühren fallen extra an.

Tipp: Informiere dich vorher, welche Parks du besuchen willst, denn oft lohnt sich ein Pass schon nach wenigen Besuchen! Die Pässe für Western Australia gibt es online auf der Seite des Department of Biodiversity, Conservation and Attractions oder direkt an den Parkeingängen zu kaufen.


Rechtzeitig tanken in Australien

Ein Roadtrip durch Australien bedeutet Freiheit, Abenteuer und unvergessliche Erlebnisse. Doch nichts ist ärgerlicher, als mitten im Outback mit leerem Tank liegenzubleiben. Besonders in abgelegenen Regionen kann die nächste Tankstelle Hunderte von Kilometern entfernt sein. Damit dir das nicht passiert, haben wir hier 6 Tipps für eine durchdachte Tankstrategie in Australien!

1. Plane deine Tankstopps im Voraus

Gerade im Norden Australiens, gibt es lange Strecken ohne Tankstellen. Informiere dich vorab über deine Route und markiere dir Tankstellen auf der Strecke. Besonders im Outback sind Tankstellen oft früh geschlossen oder akzeptieren nur bestimmte Zahlungsmittel.
Google Maps ist hier leider nicht sehr hilfreich. Wir haben hier tatsächlich eine physische Karte von unserer Campervermietung verwendet, das hat super geklappt. 

2. Tanke lieber früher als später

Die goldene Regel für Australien-Roadtrips: Tanke, wenn du kannst, nicht, wenn du musst!
Sobald der Tank halb leer ist, solltest du nach der nächsten Möglichkeit Ausschau halten. In entlegenen Gebieten kann es sein, dass die nächste Tankstelle über 300 km entfernt ist.

3. Kenne die Reichweite deines Fahrzeugs

Wie weit kommst du mit einer Tankfüllung? Diese Frage solltest du vor dem Start deines Roadtrips beantworten können. Am besten erkundigst du dich bei der Campervermietung. Besonders auf Strecken wie dem Stuart Highway oder der Gibb River Road solltest du den Verbrauch deines Autos gut im Blick behalten und dir eine Notfallstrategie überlegen.

4. Nutze günstige Tankmöglichkeiten

Die Benzinpreise in Australien können stark variieren, besonders im Outback oder entlang von Touristenrouten. Nutze Apps wie „Fuel Map Australia“ oder „PetrolSpy“, um günstige Tankstellen in deiner Nähe zu finden. Wir haben bei der Route von Perth nach Exmouth gemerkt, dass der Tank immer teurer geworden ist, je weiter wir in den Norden fuhren.

5. Habe einen Reservekanister dabei (optional)

Ein gefüllter Reservekanister kann in entlegenen Gebieten sinnvoll sein. Achte darauf, ihn sicher zu verstauen und nur in dafür vorgesehenen Behältern aufzubewahren. Besonders im heißen Outback kann Kraftstoff gefährlich sein, wenn er unsachgemäß transportiert wird. In den großen Baumarktketten (z.B. Bunnings) kannst du dir einen entsprechenden Kanister kaufen. Wenn du allerdings auf der Standardroute bleibst und immer rechtzeitig deinen Tank auffüllst, geht’s natürlich auch ohne. Wir hatten einen zur Sicherheit dabei, gebraucht haben wir den Reservetank allerdings nicht.

6. Prüfe alternative Zahlungsmöglichkeiten

Nicht jede Tankstelle akzeptiert Kreditkarten, vor allem im Outback. Es kann hilfreich sein, immer etwas Bargeld dabei zu haben, um böse Überraschungen zu vermeiden. In manchen Gegenden gibt es auch Tankautomaten, die nur mit bestimmten Tankkarten funktionieren.


Do’s & Don’ts

Ein Roadtrip durch Australien ist eine der besten Arten, das Land zu entdecken. Aber wie bei jedem Abenteuer gibt es ein paar Dinge, die du tun solltest und ein paar, die du besser vermeidest. Hier ist eine kurze Übersicht:

Do’s – Was du unbedingt tun solltest

  1. Plane deine Fahrten : Auch wenn du das Gefühl hast, einfach mal drauf los zu fahren, ist es ratsam, sich vorab zu überlegen, welche Strecken du fährst und dich über Straßenbedingungen sowie mögliche Straßensperrungen zu informieren. Lass dir aber genug Freiraum für spontane Entdeckungen.
  2. Genug Wasser dabeihaben: In Australien kann es sehr heiß werden und besonders im Outback gibt es oft keine Tankstellen oder Supermärkte in der Nähe. Sorge dafür, dass du immer genügend Wasser dabei hast.
  3. Spontanität zulassen: Halte an unbekannten Aussichtspunkten, Stränden oder kleinen Orten. Oft sind es gerade diese ungeplanten Stopps, die unvergesslich bleiben. Nutze die Gelegenheit, um anzuhalten und die Natur zu genießen – das ist schließlich der Sinn eines Roadtrips!
  4. Sei achtsam auf Tiere auf der Straße: Vor allem Kängurus und Emus sind in Australien häufig auf der Straße unterwegs. Fahre vorsichtig und achte besonders in den frühen Morgenstunden und bei Dämmerung auf Tiere.
  5. Proviant und Notfallausrüstung: Eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung, Snacks und eine Powerbank sollten immer im Camper sein, vor allem, wenn du in abgelegene Gebiete fährst.
  6. Respektiere die Natur und das Campen: Achte darauf, deinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen und halte dich an die Regeln auf Campingplätzen und in Nationalparks. So bleibt Australien für alle Reisenden schön und unberührt.

Don’ts – Was du besser vermeiden solltest

  1. Fahre nicht ohne eine gute Planung ins Outback: Das Outback ist riesig und kann gefährlich werden, wenn du dich ohne Vorbereitung darauf einlässt. Stelle sicher, dass du dir vorher Offline-Karten besorgst, und lasse immer jemanden wissen, wo du dich befindest.
  2. Vermeide Nachtfahrten: In abgelegenen Regionen gibt es oft keine Straßenbeleuchtung, und Tiere können plötzlich auf der Straße auftauchen. Vermeide es daher, nachts zu fahren, besonders auf wenig befahrenen Straßen.
  3. Parke nicht einfach wild in der Natur: In vielen Nationalparks oder an beliebten Stellen gibt es spezielle Parkmöglichkeiten. Parke dein Fahrzeug nur an dafür vorgesehenen Stellen, um Strafen zu vermeiden und die Umwelt zu schützen.
  4. Lass Gasflaschen niemals unbeaufsichtigt: Wenn du im Camper mit Gas kochst, stelle sicher, dass du die Flaschen danach immer sicher verschließt und niemals unbeaufsichtigt lässt.
  5. Verlasse dich nicht blind auf Wettervorhersagen: Besonders im Outback können die Wetterbedingungen schnell umschlagen. Auch wenn es tagsüber heiß ist, kann es nachts sehr kalt werden. Achte darauf, für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
  6. Unterlasse es, wilde Tiere zu füttern: Auch wenn Kängurus und Co. süß aussehen, ist es nicht erlaubt, sie zu füttern. Die Tiere sind an natürliche Nahrung gewöhnt, und Füttern kann zu ungesundem Verhalten führen und die Ökosysteme stören.

Mit diesen Do’s und Don’ts wirst du bestens vorbereitet auf deinen Roadtrip durch Australien sein. Denke daran, immer respektvoll gegenüber der Natur und den Tieren zu sein und gut vorbereitet zu reisen. So steht einem unvergesslichen Abenteuer nichts mehr im Weg!


West oder Ostaustralien? Entscheidungshilfe für deinen Roadtrip

Ostküste oder Westküste? Welche Seite passt besser zu mir?
Auch wir standen vor der Entscheidung, haben uns aber schnell für die Westaustralien-Route entschieden. Beide Seiten haben ihre ganz eigenen Vorzüge – wir haben die Dinge die uns zur Entscheidung bewegt haben zusammengetragen:

Westaustralien – Für Naturfreunde und Abenteuerlustige

  • Weniger touristisch:
    Die Westküste ist deutlich weniger besiedelt als die Ostküste, was bedeutet, dass du oft viel mehr Ruhe und Abgeschiedenheit genießen kannst.
  • Faszinierende Nationalparks:
    Der Karijini Nationalpark oder das Ningaloo Reef bieten spektakuläre Naturerlebnisse und weniger Touristenmassen als z.B. das Great Barrier Reef.
  • Viel Platz für Entdeckungen:
    Da die Westküste viel weniger bevölkert ist, ist hier der Weg das Ziel. Die Entfernungen sind zwar riesig, aber du kannst die Weite und Abgeschiedenheit des Outbacks wirklich erleben.
  • Die wohl glücklichsten Tiere der Welt – Quokkas:
    Du hörst diesen Begriff das erste Mal? Keine Angst, so geht es den meisten. Im Westen leben auf einer Insel (Rottnest Island) Kurzschwanzkängurus, die sogenannten Quokkas. Die ständig grinsenden kleinen Tiere sind herzallerliebst und waren für uns einer der Hauptgründe für die Westküste 😉

Ostaustralien – Für die bekanntesten Highlights und mehr Infrastruktur

  • Kulturelle Vielfalt:
    Die Ostküste ist das Zuhause der meisten großen Städte wie Sydney, Brisbane und Cairns. Diese Städte bieten nicht nur viele Sehenswürdigkeiten, sondern auch hervorragende Infrastrukturen.
  • Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten:
    Das Great Barrier Reef, der Daintree Rainforest, die Whitsunday Islands oder das Fraser Island Abenteuer. Viele der berühmtesten Ziele Australiens liegen an der Ostküste.
  • Bessere Infrastruktur & Verkehrsanbindung:
    Durch die höhere Bevölkerungsdichte findest du mehr Unterkünfte, besser ausgebaute Straßen, Tankstellen und Supermärkte – ideal für Einsteiger oder kürzere Reisen mit Komfortfaktor.

Entscheidungshilfe

  • Westküste: Du bevorzugst weniger Menschen, mehr Naturschönheiten und ein echtes Abenteuer? Dann ist die Westküste mit ihren abgelegenen, unberührten Gebieten genau das Richtige für dich!
  • Ostküste: Du willst die bekanntesten Highlights, eine breitere Infrastruktur und mehr Urlaubsfeeling mit vielen Sehenswürdigkeiten? Dann ist die Ostküste deine Wahl.

Unser Fazit

Am Ende hängt es also von deinen persönlichen Vorlieben ab, egal welche Seite du wählst, Australien wird dir sicher unvergessliche Erlebnisse bieten!

Unsere persönliche Wahl fiel auf den Westen und wir haben es nie bereut. Die Weite, die Stille, die unberührte Natur und die magischen Sonnenuntergänge haben uns tief beeindruckt.

Hast du noch weitere Tipps? Verrate es uns gerne in den Kommentaren, wir freuen uns von deinen Erfahrungen zu lesen.

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