Der Kalbarri Nationalpark begeistert mit seinen spektakulären Schluchten, den rot leuchtenden Felswänden und der wilden, unberührten Küstenlandschaft – ein weiterer Höhepunkt auf unserem 4-wöchigen Roadtrip durch Westaustralien. Ob du atemberaubende Aussichtspunkte entdecken oder spannende Wanderungen erleben möchtest: Hier kommt jeder Naturfan voll auf seine Kosten. In diesem Blogartikel zeigen wir dir die besten Wanderungen und Erlebnisse, die du auf keinen Fall verpassen solltest.
Anreise & Lage
Der Kalbarri Nationalpark erstreckt sich über 186.000 Hektar und bietet zwei völlig unterschiedliche Landschaften: Im Osten beeindruckende Schluchten, die teilweise Millionen Jahre alt sind und im Süden spektakuläre Steilklippen entlang der Küste. Die Ortschaft Kalbarri liegt ca. 600 Kilometer nördlich von Perth und bietet den idealen Ausgangspunkt für Erkundungen.
Wir verbrachten unsere Nacht auf dem Red Bluff Tourist Park. Für 76 AUD bekamen wir hier einen Stellplatz mit eigenem Bad. Den Stellplatz kannst du hier vorab online buchen.
💡 Tipp: Der Sonnenuntergang am Red Bluff Beach ist der perfekte Tagesabschluss.




Beste Reisezeit für den Kalbarri Nationalpark – Achtung bei extremer Hitze
Wir waren im November im Kalbarri Nationalpark und haben schnell gemerkt: Die Hitze kann extrem werden.
Wanderungen solltest du unbedingt in die frühen Morgenstunden legen, denn ab Mittag wird es so heiß, dass Aktivitäten sogar lebensgefährlich werden können. Für den Coastal Walk waren die höheren Temperaturen hingegen ideal.
Generell empfehlen wir, den Park
- im australischen Frühling (September bis Anfang November) oder
- Herbst (März bis Mai)
zu besuchen, wenn die Temperaturen noch angenehm sind.
Die Highlights des Kalbarri Nationalparks
Kalbarri Coastal Walk
Beim Kalbarri Nationalpark denken viele zuerst an die berühmten Schluchten und an das Nature’s Window, allerdings lohnt sich auch ein Blick auf die spektakuläre Küstenlandschaft im Süden der Stadt. Entlang des Coastal Cliff Walk erwarten dich beeindruckende Aussichtspunkte wie:
- Natural Bridge
- Castle Cove
- Island Rock
- Shellhouse Grandstand
- Eagle Gorge
- Pot Alley
- Rainbow Valley
- Mushroom Rock
- Red Bluff



💡 Tipp: Wenn du nicht die ganze Strecke wandern willst (oder es, wie bei uns, zu stürmisch ist), kannst du die Lookouts auch ganz bequem mit dem Auto abfahren. Die Stopps sind gut ausgeschildert und haben Parkmöglichkeiten.
Unser Campingplatz am Red Bluff ist die perfekte Übernachtungsmöglichkeit, wenn du einen Ort suchst, der zwischen den Küstenklippen und dem Eingang zum Nationalpark liegt. Wir verbrachten den Nachmittag an der Küste und am nächsten Morgen ging’s dann weiter zu den Schluchten!
Nature’s Window – Das bekannte Felsfenster
Unser erster Stopp am frühen Morgen war das bekannte Nature’s Window. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: Wir teilten uns den spektakulären Blick auf die Schlucht und den Murchison River nur mit zwei weiteren Pärchen. Der Weg vom Parkplatz ist sehr kurz und das Felsfenster ist nicht zu übersehen.

Wer Lust auf eine längere Wanderung hat, kann hier den etwa 8 km langen Loop Trail starten. Die Wanderung gilt als anspruchsvoll, bietet aber einmalige Aussichten. Aufgrund der Hitze entschieden wir uns dagegen, da wir noch eine andere Wanderung an diesem Tag vorhatten.
💡 Tipp: An besonders heißen Tagen kann der Trail aus Sicherheitsgründen bereits am Vormittag gesperrt sein. Informiere dich also vorab über die Bedingungen!
Kalbarri Skywalk – Spektakuläre Aussichten
Nur wenige Minuten entfernt befinden sich die 2020 eröffneten Skywalks.
Zwei moderne Plattformen ragen über den Abgrund hinaus und bieten beeindruckende Panoramablicke auf die Schluchtlandschaft des Nationalparks, ein absolutes Muss für jeden Besucher.

Z-Bend Lookout & Z-Bend River Trail
Unser dritter Halt war der Z-Bend Lookout mit anschließender Wanderung.
Der kurze Spaziergang von etwa 600 Metern bis zum Aussichtspunkt ist leicht machbar und wird mit einem atemberaubenden Blick auf zwei Schluchten belohnt. Wir waren richtig geflasht von dieser Aussicht.




Wenn du noch mehr von dieser Schlucht sehen willst, so wie wir, dann kannst du den etwa 2,5 km langen River Trail weitergehen. Hier wird es etwas anspruchsvoller: steile Passagen, Leitern und felsige Umgebung fordern eine gute Grundkondition und Trittsicherheit. Uns hat diese Wanderung sehr gut gefallen und können diese sehr empfehlen. Sie bietet auf vergleichsweiser kurzer Strecke viele unterschiedliche Eindrücke und ein atemberaubendes Panorama.
💡Besonders wichtig: noch vor der Mittagssonne starten (zumindest ab November), ausreichend Wasser mitnehmen, Sonnenhut und Fliegennetz nicht vergessen – die Fliegen können extrem lästig sein.
Hawks Head Lookout & Ross Graham Lookout
Wenn du noch mehr Zeit hast und die Temperaturen es zulassen, lohnen sich auch diese beiden weiter abgelegene Aussichtspunkte. Etwa 25 km vom Hauptbereich des Parks entfernt findest du hier oft deutlich weniger Menschen und mit etwas Glück hast du die beeindruckenden Ausblicke fast für dich allein.
Praktische Tipps für deinen Besuch
Eintritt
Für den Coastal Cliff Walk fällt keine Gebühr an. Im Kalbarri Nationalpark selbst zahlst du pro Fahrzeug oder nutzt, wie wir, einen Nationalpark-Pass, der den Eintritt bereits beinhaltet.
💡 Unser Tipp: Der Nationalpark-Pass lohnt sich definitiv, besonders, wenn du mehrere Parks in Australien besuchen möchtest. Im Zuge unserer 4-Wöchigen Australienreise haben wir uns den „Holiday Pass“ (4 Wochen gültig) gekauft. Infos zu den unterschiedlichen Tarifen findest du hier:
Nationalpark-Pässe Western Australia
Was du auf keinen Fall vergessen solltest
- Sonnencreme* & Sonnenhut
- Fliegennetz für den Kopf* – Gamechanger!
- Ausreichend Wasser für unterwegs
- Gute Wanderschuhe (z. B. für den Z-Bend River Trail)
- Snacks oder eine kleine Jause
- Leichte, atmungsaktive Kleidung
- Kamera / Smartphone / Drohne*
- Erste-Hilfe-Set – besonders bei längeren Trails empfehlenswert
Wie viel Zeit einplanen?
Wir haben in der Region Kalbarri zwei Tage verbracht (eine Übernachtung).
Wenn du mehr Zeit mitbringst, kannst du locker noch ein oder zwei Nächte dranhängen und auch längere Wanderungen unternehmen.
Mit zwei Tagen schaffst du aber problemlos die wichtigsten Highlights.
Behalte auch die potentiell hohen Temperaturen im Hinterkopf. Wanderungen sind an heißen Tagen nur in der Früh bzw. am Vormittag möglich.
Interaktive Google Maps Karte
In unserer Westaustralien-Karte findest du auch die Highlights aus dem Kalbarri Nationalpark – inklusive Aussichtspunkten, Wanderungen und unserem Campingplatz-Tipp. So kannst du deine Route ganz einfach planen!
Fazit: Lohnt sich der Besuch im Kalbarri Nationalpark?
Definitiv!
Für uns war der Kalbarri Nationalpark eines der vielen Highlights unserer Westaustralien-Reise. Die Kombination aus den beeindruckenden Schluchten im Inland und den spektakulären Küsten am Meer macht diesen Park einzigartig. Besonders die Wanderung am Z-Bend River Trail hat uns beeindruckt.
Nicht nur wegen der Hitze lohnt sich ein früher Start in den Tag: So kannst du dem Touristenanstum entgehen und den Park besser genießen. Wer auf abwechslungsreiche Landschaften, unterschiedliche Wanderungen sowie spektakuläre Fotospots steht, sollte den Kalbarri Nationalpark auf keinen Fall auslassen.
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