HomeAfrikaSüdafrikaGarden Route Südafrika: 16 Tage Roadtrip mit dem Mietwagen – Route, Highlights & Geheimtipps
Südafrika

Garden Route Südafrika: 16 Tage Roadtrip mit dem Mietwagen – Route, Highlights & Geheimtipps

Im März 2024 ging für uns ein echter Reisetraum in Erfüllung: eine Rundreise durch Südafrika und das ganz entspannt mit dem Mietwagen. Die Garden Route gilt als eine der schönsten Reiserouten der Welt und nach dieser Reise können wir das zu 100 % bestätigen. In diesem Blogartikel nehmen wir dich mit auf unsere 16-tägige Tour von Kapstadt bis zum Addo Elephant Nationalpark und wieder zurück.
Dabei teilen wir nicht nur unsere Highlights und Lieblingsorte, sondern auch ehrliche Empfehlungen zu Unterkünften, Restaurants und Aktivitäten entlang der Garden Route Südafrika, immer mit dem Fokus auf Top-Preis-Leistung und Reiseerlebnis statt Luxus.

Wenn du planst, Südafrika zu bereisen oder noch überlegst, ob das Land etwas für dich ist: Die Garden Route ist der perfekte Einstieg, um Kultur, Natur, Tiere und kulinarische Vielfalt auf eigene Faust zu entdecken.

Wir haben dir hier auch unsere interaktive Google Maps Karte verlinkt:

💡 Tipp: Du möchtest die Karte direkt auf deinem Smartphone öffnen? Dann klick einfach auf das Rechteck-Symbol oben rechts und schon kannst du sie bequem in der Google Maps App verwenden.


Inhaltsverzeichnis

Tag 1 – Ankunft in Kapstadt, Mietwagen übernehmen & Fahrt ins Weinparadies Paarl

Nach der Landung am Flughafen Kapstadt startete unser Südafrika-Abenteuer direkt mit der Übernahme unseres Mietwagens. Für die Buchung nutzen wir sehr oft Mietwagen-Check24 oder Billiger-Mietwagen. Mit beiden Buchungsplattformen haben wir bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht.
👉 Hier geht’s direkt zu Mietwagen-Check24.
👉 Hier geht’s direkt zu Billiger-Mietwagen.de.

Unser Ziel für die erste Nacht: Paarl, eine charmante Weinregion etwa 60 km nordöstlich von Kapstadt. Da unser Flug erst am späten Nachmittag ankam, entschieden wir uns bewusst für eine kurze Etappe. Ideal, um entspannt in den Roadtrip zu starten und noch vor Einbruch der Dunkelheit in der Unterkunft anzukommen.

In Paarl angekommen, bezogen wir unser Zimmer im charmanten Paarl Hideaway – einer Unterkunft, die ihrem Namen alle Ehre macht. In einer ruhigen Umgebung und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, ist diese Unterkunft ein echter Geheimtipp. Es gibt nur wenige Zimmer, einen Pool zur Abkühlung und einen wunderschönen Garten mit einem riesigen Avocado Baum, der zum Verweilen einlädt. Unsere herzlichen Gastgeber empfingen uns mit offenen Armen und versorgten uns gleich mit großartigen Restaurantempfehlungen für den Abend. Hier hätten wir definitiv gerne mehr Nächte verbracht!

Am Abend besuchten wir das berühmte Boschendal Wine Estate, eines der ältesten und schönsten Weingüter des Landes. Wir schlenderten durch den liebevoll angelegten Garten und genossen ein köstliches Abendessen.

Übersicht – Tag 1

  • Fahrzeit: ca. 45 Minuten
  • Entfernung: ca. 60 km
  • Unterkunft: Paarl Hideaway
  • Restaurant Tipp: Boschendal Wine Estate – ideal für Weinliebhaber und Genießer, perfekt zum Ankommen und Entspannen nach dem Flug oder auch als letzter Stopp vor dem Heimfliegen.

Tag 2 – Von Paarl über den Du Toitskloof Pass nach Oudtshoorn

Nach einer erholsamen ersten Nacht in Paarl starteten wir unseren Roadtrip entlang der Garden Route entspannt in den Tag – natürlich mit einem guten Kaffee! Unser Frühstück genossen wir bei Bean in Love, einem kleinen Café mit tollem Kaffee und leckeren Frühstücksoptionen. Perfekt für einen genussvollen Start in den Tag und definitiv ein Geheimtipp für deinen Morgen in Paarl!

Du Toitskloof Pass – atemberaubende Fahrt durch die Berge

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg über den beeindruckenden Du Toitskloof Pass, eine Strecke, die wir dir nur wärmstens empfehlen können. Die kurvenreiche Passstraße führt durch eine atemberaubende Berglandschaft mit spektakulären Ausblicken über das Weinanbaugebiet rund um Worcester. Für uns war die Fahrt schon ein erstes echtes Highlight!

Du Toitskloof Pass

Milkshakes in Barrydale

Mittags legten wir einen Zwischenstopp im charmanten Ort Barrydale ein, genauer gesagt im berühmten Diesel & Crème. Wer auf Retro-Flair, liebevolle Details und ausgefallene Milkshakes steht, ist hier genau richtig. Die Portionen sind riesig und die Auswahl kreativ, also ein echtes Erlebnis mitten auf der Route 62.

Weiterfahrt nach Oudtshoorn – Route 62

Weiter ging’s über die legendäre Route 62, die oft als südafrikanisches Pendant zur Route 66 bezeichnet wird. Die Route 62 selbst hat uns wirklich begeistert: Tolle Landschaft, abwechslungsreiche Kulisse und immer wieder neue Eindrücke. Egal ob Weite, Berge oder kleine Dörfer, hier wird es nicht langweilig. Schon am zweiten Tag waren wir richtig verliebt in die Vielfalt Südafrikas.

Ankunft in Oudtshoorn

Am Nachmittag erreichten wir Oudtshoorn, das Zentrum der Straußenzucht in Südafrika. Unsere Unterkunft, die Le Petit Karoo Ranch, lag leicht erhöht außerhalb der Stadt und überraschte uns mit einem traumhaften Panoramablick, einem privaten kleinen Pool und herrlicher Ruhe. Ein Ort zum Durchatmen & Abschalten, auch wenn es nachts im Zimmer ganz schön warm wurde (die Klimaanlage fehlt leider).

Wer Lust hat, kann in Oudtshoorn eine der vielen Straußenfarmen besuchen – inklusive Fütterung oder sogar einem Straußenritt. Wir haben darauf allerdings verzichtet, Strauße sind uns einfach zu unheimlich 😅

Abends ließen wir uns im Nostalgie Restaurant kulinarisch verwöhnen. Die Speisekarte bietet traditionelle südafrikanische Gerichte mit modernen Einfluss, natürlich auch mit einer vegetarischen Auswahl, wie bei all unseren Restaurant-Tipps.

Zurück in unserer Unterkunft erwartete uns ein unvergesslicher Abend: Ein magischer Sonnenuntergang, gefolgt von einem spektakulären Sternenhimmel, wie man ihn nur an wenigen Orten auf der Welt zu sehen bekommt – inklusive Milchstraße. 

Übersicht – Tag 2

  • Fahrzeit: ca. 4 Stunden
  • Entfernung: ca. 365 km
  • Unterkunft: Le Petit Karoo Ranch
  • Restaurant Tipp:
    • Bean in Love (Frühstück in Paarl)
    • Diesel & Crème (Milkshake-Stopp auf Route 62)
    • Nostalgie Restaurant (Abendessen in Oudtshoorn)

Tag 3 – Von Oudtshoorn über den Outeniqua Pass nach Plettenberg Bay

Die heiße Nacht in Oudtshoorn war schnell vergessen, denn beim Frühstück wurden wir mit einem tollen Panoramablick auf die hügelige Landschaft der Kleinen Karoo belohnt, unser Essen hatten wir uns selbst mitgebracht. Alternativ kannst du das Frühstück bei der Unterkunft dazu buchen.

Früh am Morgen nutzten wir die kühle Luft für eine kleine Wanderung direkt ab unserer Unterkunft, der Le Petit Karoo Ranch. Das Besondere: Hier bist du fast ganz allein unterwegs, denn dieses abgelegene Naturgebiet erkundet man meist nur, wenn man direkt vor Ort übernachtet.

Weiterfahrt und Outeniqua Pass

Gegen Mittag fuhren wir weiter in Richtung Plettenberg Bay, einem der beliebtesten Küstenorte an der Garden Route. Unterwegs überquerten wir den spektakulären Outeniqua Pass, der sich in vielen Kurven durch bewaldete Berge schlängelt. Die Aussichtspunkte entlang der Strecke bieten immer wieder beeindruckende Ausblicke. Den Pass solltet ihr euch unbedingt anschauen, wenn ihr in der Nähe seid.

Plettenberg Bay und Robberg Nature Reserve

In Plettenberg Bay angekommen, checkten wir im Dolphin Circle Bed and Breakfast ein, ein süßes Bed and Breakfast mit einer super netten Besitzerin & sehr gutem, frisch zubereitetem Frühstück. Danach ging es direkt weiter zum Robberg Nature Reserve, einem unserer absoluten Highlights der Reise. Das Naturreservat liegt auf einer Halbinsel, die weit ins Meer ragt, und bietet spektakuläre Aussichten sowie ganz viele Seerobben.

Hier kannst du zwischen mehreren Wanderwegen wählen, von kurzen Spaziergängen bis zu einem längeren Rundwanderweg um die gesamte Halbinsel. Wir entschieden uns für die mittellange Route (ca. 2–3 Stunden), die durch Dünenlandschaften, über Klippen und an kleinen Buchten entlangführt. Da wir erst am späten Nachmittag starteten, war es angenehm ruhig und wir hatten keine Probleme mit Parkplätzen. Besonders beeindruckend waren die Seerobben, die wir mit Fernglas oder Kamera gut beobachten konnten.

Abendessen in Plettenberg Bay

Zum Abendessen ging es ins Nineteen 89 Plett, ein modernes Restaurant mit leckeren und kreativen Gerichten. Highlights für uns waren der Erdbeer-Halloumi-Salat, ein leckeres Curry und der Popcorn-Cheesecake. Merkt euch dieses Restaurant 🙂

Übersicht – Tag 3

  • Fahrzeit: ca. 2 Stunden
  • Entfernung: ca. 162 km
  • Unterkunft: Dolphin Circle Bed and Breakfast
  • Restaurant Tipp: Nineteen 89 Plett
  • Wanderung: Robberg Nature Reserve – mittellange Route (ca. 2–3 Stunden)

Tag 4 – Von Plettenberg Bay zum Addo Elephant Nationalpark

Der Tag startete früh in Plettenberg Bay, wo wir am Whale Lookout Viewpoint unser Glück bei der Walbeobachtung versucht haben. Zwar war außerhalb der Walsaison (Juni bis November) nicht viel los und wir haben keine Wale gesehen, aber die Aussicht aufs offene Meer war trotzdem super schön und ein toller Start in den Tag.

Dann ging es weiter Richtung Addo Elephant Nationalpark, das absolute Highlight unserer Reise und eines der bekanntesten Wildreservate in Südafrika. Wir sind bewusst über Paterson gefahren, weil die direkte Strecke über Motherwell als unsicher gilt. Dort gab es in der Vergangenheit öfter Übergriffe auf Touristen-Mietwagen. Daher: unbedingt vorher die Sicherheit checken, bei der Unterkunft nachfragen und lieber über Paterson fahren. Die genaue Route haben wir in unserem Beitrag zum Addo-Nationalpark beschrieben. -> hier geht’s zum Artikel

Nach knapp vier Stunden Fahrt kamen wir in Addo an und haben erst mal im Spar unsere Vorräte für das Braai am Abend aufgefüllt. Unsere Unterkunft, das Africamps Addo, liegt mitten in der Natur und bietet ein richtig cooles Glamping-Erlebnis mit viel Privatsphäre.

Das Tolle an unserer Lodge: Sie hat nicht nur eine eigene Braai-Stelle (traditionelle afrikanische Grillstelle), sondern auch einen Hot Tub, den man mit Feuerholz selbst beheizt. Nach dem langen Fahrtag machten wir es uns dort gemütlich, grillten bei Sonnenuntergang unter den Bäumen und genossen später den Sternenhimmel aus dem warmen Wasser des Hot Tubs. Ein magischer Moment und einer der schönsten Abende unserer Reise.

Übersicht – Tag 4

💡 Sicherheitshinweis: Route unbedingt über Paterson wählen, Motherwell meiden!
💡 Tipp: Vor dem Parkbesuch im Spar Braai-Zubehör, Snacks und Getränke besorgen.


Tag 5 – Safari-Abenteuer im Addo Elephant Nationalpark

Heute stand das absolute Highlight unserer Garden Route Reise an: Ein Besuch im berühmten Addo Elephant Nationalpark und gleichzeitig Michi’s 30. Geburtstag! Wir hätten uns keinen besseren Ort vorstellen können, um diesen besonderen Tag zu feiern. Natur, Wildtiere und Sonne – was will man mehr?

Der Tag startet mit einem Frühstückskorb, den wir direkt in unserer Unterkunft Africamps Addo bestellt haben. Bei Sonnenaufgang genossen wir unser Frühstück und machten uns früh auf den Weg zum Eingang des Parks, um den Tag voll auszunutzen.

👉 Alle Details zu unserem Tag im Addo Elephant Nationalpark, inklusive Tipps zur besten Safari-Route, Öffnungszeiten, Self-Drive-Safari vs. geführte Touren und welche Tiere wir gesehen haben, findest du in unserem separaten Blogartikel:
Addo Elephant Nationalpark: Tipps & Erlebnisse unserer Safari

Hier ein paar Einblicke:

Zurück in der Unterkunft genossen wir den Nachmittag in der „Hängematte“ mit Blick in die Natur und es wurde unser bestellter Braai-Korb geliefert (mit vegetarischen Optionen). Dazu gab es neues Feuerholz für den Hot Tub. Perfekt für einen gemütlichen und feierlichen Abend.

Übersicht – Tag 5


Tag 6 – Von Addo nach Jeffreys Bay

Mit einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns von Africamps in Addo und natürlich den vielen Elefanten. Heute führte uns die Reise weiter an die Küste, genauer gesagt nach Jeffreys Bay, ein Surf Hotspot Südafrikas. Wie bei der Hinfahrt zum Addo Elephant Nationalpark nahmen wir auch bei der Rückfahrt die sichere Route über Paterson.

Jeffreys Bay, oft kurz J-Bay genannt, ist eine der bekanntesten Surf-Destinationen weltweit. Profis aus aller Welt kommen hierher und auch wir wollten das Surfabenteuer nicht verpassen.

Am Nachmittag stand unser erster Surfkurs mit Privatlehrer auf dem Programm – ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Auch wenn wir als absolute Anfänger bei den meterhohen Wellen ganz schön zu kämpfen hatten, hat es mega Spaß gemacht. Wer hier surfen lernen will, sollte mit Respekt und viel Vorfreude an die Sache herangehen, denn die Wellen sind wirklich eine Herausforderung.

Michi schaffte es auch ein paar Wellen zu „reiten“ 🙂

Unsere Unterkunft war ein echter Glücksgriff: Bliss on the Bay, ein charmantes kleines Airbnb mit Privatpool, einer herzlichen Gastgeberin, eigener Küche und vielen liebevollen Details. Als Willkommensgeschenk gab es Snacks und Getränke und das Ganze für gerade mal 37 Euro pro Nacht. Eine klare Empfehlung!

Auch kulinarisch war Jeffreys Bay ein Volltreffer: Nina’s Real Food hat uns mit einer großen Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten begeistert. So gut, dass wir dort gleich zweimal gegessen haben: zum Mittag- und Abendessen!

Übersicht – Tag 6


Tag 7 – Von Jeffreys Bay über den Tsitsikamma Nationalpark nach Wilderness

Heute stand eine landschaftlich abwechslungsreiche Etappe auf dem Plan: Von Jeffreys Bay ging es Richtung Wilderness, mit einem Zwischenstopp im bekannten Tsitsikamma Nationalpark.

Im Tsitsikamma stehen dir mehrere Wanderungen und Aktivitäten zur Verfügung:

  • Mouth Trail (Storms River Mouth): kurzer Trail zur berühmten Hängebrücke und Aussichtspunkt
  • Otter Trail: einer der spektakulärsten Mehrtages-Treks Südafrikas (5 Tage)
  • Canopy Tour (Ziplining)
  • Kajak-Tour auf dem Storms River

Da unsere Zeit begrenzt war, entschieden wir uns für den beliebten Mouth Trail, der in etwa 45 Minuten zur Hängebrücke über die Storms River Mündung führt. Die Natur ist wirklich beeindruckend: wilde Wellen, steile Felsküsten und dichte Wälder prägen die Landschaft.

Allerdings möchten wir ehrlich sein: Wenn du nur wenig Zeit hast, lohnt sich der Eintrittspreis von rund 15 € pro Person (Stand 2024) aus unserer Sicht nicht unbedingt. Die kurzen Trails sind recht touristisch und bieten kein tiefes Eintauchen in den Park. Für Naturliebhaber mit mehr Zeit ist Tsitsikamma aber definitiv einen längeren Besuch wert.

Auf dem Weg nach Wilderness machten wir Halt im Marilyn’s 60s Diner im Storms River Village. Das Ambiente ist super cool, ein American-Diner-Stil mit Cadillacs und Elvis-Vibes, aber geschmacklich war es eher eine 5/10. Günstig & große Portionen, aber kein Muss.

Leider hatten wir in Wilderness richtig Pech mit dem Wetter, denn es regnete in Strömen und war sehr bewölkt. Damit fiel unser geplanter Stopp bei der „Map of Africa“ wortwörtlich ins Wasser. Bei gutem Wetter ist dieser Aussichtspunkt aber ein absolutes Muss: Von oben sieht der Kaaimans River tatsächlich aus wie der Kontinent Afrika – ein tolles Fotomotiv!

Am Abend wurden wir kulinarisch dann mehr als entschädigt: Im Restaurant The Girls on the Square gab es eine frische, kreative Küche und eine tolle Auswahl auch für Vegetarier.
Eine Reservierung ist empfehlenswert, denn das Restaurant ist sehr beliebt. Auch unsere Unterkunft in Wilderness, war wieder wunderschön und wir hatten nichts daran auszusetzen.

Übersicht – Tag 7

  • Fahrzeit: ca. 4:15 Stunden
  • Entfernung: ca. 325 km
  • Restaurant-Tipp: The Girls on the Square, Wilderness – absolut empfehlenswert!
  • Unterkunft: Pearl Moon Boutique Suites

Tag 8 – Wilderness – Swellendam – De Hoop Nature Reserve

Da heute wieder einiges auf dem Programm stand, holten wir uns ein schnelles Frühstück to go in Wilderness bei der „Green Shed Coffee Roastery“.

Unser erster Stopp an diesem Tag war die Garden Route Game Lodge, wo wir eine geführte Safari, auch Game Drive genannt, gebucht hatten. Diese Lodge liegt direkt an der N2 bei Albertinia und eignet sich perfekt für einen halbtägigen Safari-Zwischenstopp entlang der Garden Route.

Was ist ein Game Drive?
Ein Game Drive ist eine Safari im offenen Jeep durch ein privates Naturreservat, begleitet von erfahrenen Guides, auch Pirschfahrt genannt. Viele dieser Reservate ermöglichen es, die berühmten Big Five zu sehen, also Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel.

Wir hatten riesiges Glück und sahen neben Löwen, Nashörnern, Elefanten und Büffeln auch Zebras, Antilopen, Nilpferde und sogar ein zwei Tage altes Baby-Zebra. Ein echtes Highlight war auch ein neugieriger Strauß namens Kevin, der uns auf Schritt und Tritt begleitete 😄

💡 Tipp: Vorab reservieren – am besten direkt via WhatsApp oder Email. Kontaktdaten findest du direkt auf der Website: Wildlife Safari – Garden Route Game Lodge

Anschließend ging es weiter nach Swellendam, wo wir einen kulinarischen Zwischenstopp im Oude Post Bistro einlegten. Hier gibt’s hausgemachte, gefüllte Roosterkoek – das sind traditionelle südafrikanische Brötchen vom Grill, die mit verschiedenen Füllungen serviert werden. So lecker, dass wir glatt vergaßen, ein Foto zu machen! Es sieht dort nicht so fancy aus, aber es ist echt mega lecker. 

Unser Tagesziel war das etwas abgelegene, aber traumhaft schöne De Hoop Nature Reserve. Die Anfahrt dorthin erfolgt am besten über Swellendam, jedoch:
Die letzten Kilometer führen über eine holprige Schotterstraße mit vielen Schlaglöchern, was die Anreise etwas langwierig erscheinen lässt. Aber: Es lohnt sich!

Um uns die lange Rückfahrt am selben Tag zu sparen, entschieden wir uns für eine Übernachtung direkt im Nature Reserve, genauer gesagt in einem Rondawel der De Hoop Collection.

Die Unterkunft war einfach, aber besonders:

  • Runde Lehmhäuser mit eigenem Feuerplatz
  • Outdoor-Duschen unter dem Sternenhimmel
  • Gemeinschafts-Toiletten
  • Braai-Möglichkeit (wenn der Wind es zulässt)

🐒 Achtung: Im Reservat leben viele Paviane (Baboons), daher unbedingt Fenster und Türen geschlossen halten, sonst gibt’s ungebetene Gäste 😄.

Essen kannst du entweder im hauseigenen Restaurant der De Hoop Collection (Reservierung nötig!) oder du bereitest dir selbst etwas zu und grillst direkt vor deinem Lehmhäuschen. Falls zu starker Wind weht, raten wir dir dazu im Restaurant zu essen, sonst grillst du ein paar Stunden und das Essen wird nicht fertig.

Zum Abschluss des Tages machten wir noch einen Spaziergang durch die eindrucksvollen weißen Sanddünen, wo wir den Sonnenuntergang und einen beeindruckenden Sternenhimmel genossen. Die Dünen bei De Hoop zählen zu den schönsten an Südafrikas Küste, bei gutem Licht fast schon surreal.

Übersicht – Tag 8

  • Fahrzeit: ca. 3:20 Stunden
  • Entfernung: ca. 280 km
  • Unterkunft: De Hoop Collection
  • Restaurant-Tipps:
    • Green Shed Coffee Roastery, Wilderness
    • Oude Post Bistro, Swellendam

Tag 9 – De Hoop Nature Reserve – Struisbaai – Cape Agulhas – Hermanus

Unser Tag begann mit einer wunderschönen Wanderung im De Hoop Nature Reserve: Nach dem Frühstück fuhren wir von unserer Unterkunft (De Hoop Collection) Richtung Koppie Alleen, dem Startpunkt unserer Küstenwanderung. Zu finden: auf der linken Seite der Hauptstraße.

Auf dem Weg dorthin entdeckten wir plötzlich ein paar Zebras an einem kleinen Teich – ganz friedlich und ohne ein weiteres Auto weit und breit. So ein magischer Moment: nur wir zwei und die Zebras.

Wanderung entlang des Whale Trails

Der Wanderweg ab Koppie Alleen ist Teil des berühmten Whale Trail, einem mehrtägigen Trekkingpfad entlang der Küste des De Hoop Nature Reserves. Auch wenn wir nur einen kurzen Abschnitt gegangen sind, war die Szenerie atemberaubend:
Weiße Dünen, schroffe Felsen, raue Wellen und eine fast schon meditative Ruhe.

Leider wird in dieser Bucht auch viel Plastikmüll angeschwemmt. Deshalb haben wir spontan während der Wanderung Müll gesammelt und ihn später beim Restaurant beim Parkplatz abgegeben.

💡 Tipp: Wenn du Müll sammelst, bekommst du hier sogar ein gratis Getränk als Dankeschön – eine wirklich tolle Aktion!

Nach der Wanderung fuhren wir weiter Richtung Kap Agulhas und legten einen Zwischenstopp im Earth Restaurant ein: Nachhaltiges Konzept, sehr lecker und riesige Portionen und ein süßer kleiner Shop für kleine Geschenke und Mitbringsel ist direkt nebenbei. 

Nächster Halt: Cape Agulhas – der südlichste Punkt Afrikas

Ein cooler Bucketlist-Moment: Wir standen am Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, wo sich Indischer und Atlantischer Ozean treffen.

Gleich in der Nähe befindet sich auch das Wrack der Meisho Maru No. 38, ein japanisches Fischerboot, das 1982 hier gestrandet ist. Vom Land aus kannst du es gut sehen.

Wrack der Meisho Maru No. 38

Ankunft in Hermanus & Dinner-Tipp

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel: Hermanus, die Walhauptstadt Südafrikas (mehr dazu an Tag 10).

Unsere Unterkunft:
Whale Coast Ocean Villa – modern, komfortabel, mit toller Lage in Hermanus und leckerem, frisch zubereitetem Frühstück.

Zum Abendessen ging es ins Pear Tree Restaurant, das wir dir absolut empfehlen können. Wir haben uns für zwei unterschiedliche Bowls und ein Birnen Panna Cotta entschieden. Das beste Dessert, dass wir in Südafrika gegessen haben.

Übersicht – Tag 9

  • Fahrzeit: ca. 2:45 Stunden
  • Entfernung: ca. 210 km
  • Unterkunft: Whale Coast Ocean Villa
  • Restaurant-Tipps:
    • Earth Restaurant (bei Cape Agulhas)
    • Pear Tree Restaurant (Hermanus)

Tag 10 – Hermanus – Betty’s Bay – Kogel Bay – Kapstadt

Unser letzter voller Fahrtag auf der Garden Route startete gemütlich, aber landschaftlich spektakulär. Noch einmal Natur, Tiere und traumhafte Aussichtspunkte, bevor es nach Kapstadt ging.

Nach dem Frühstück unternahmen wir einen Spaziergang auf dem bekannten Cliff Walk in Hermanus. Leider ließen sich keine Wale blicken, aber der Weg ist auch ohne Walsichtung absolut empfehlenswert, mit beeindruckenden Ausblicken auf das Meer und die steilen Klippen.

Da wir noch genügend Zeit hatten, entschieden wir uns spontan für eine Wanderung im Fernkloof Nature Reserve.
💡 Tipp: Wir wählten die sogenannte „Waterfall-Wanderung“, auch wenn (wie so oft im Sommer) kein Wasserfall zu sehen war. Trotzdem war der Weg landschaftlich sehr schön, abwechslungsreich und wir hatten ihn fast komplett für uns allein.

Zurück in Hermanus kehrten wir in Theo’s Taverna ein. Ein authentisch griechisches Restaurant mit unglaublich leckerem Essen.
Wer die griechische Küche liebt, sollte hier unbedingt vorbeischauen, wir waren im kulinarischen siebten Himmel.

💡Tipp: Probiert die vegetarische Moussaka!

Pinguine in Betty’s Bay – Stony Point Nature Reserve

Gut gestärkt ging es nach Bettys Bay, ein Küstenort zwischen Hermanus und Kapstadt, wo schon auf dem Parkplatz ein paar afrikanische Pinguine auf uns warteten. Denn hier kannst du die Stony Point Pinguinkolonie beobachten. Highlights am Stony Point Nature Reserve:

  • Drittgrößte Pinguin-Kolonie weltweit
  • Eintritt ca. 40 ZAR (ca. 2€ oder gratis in der Nähe vom Parkplatz, hier sind allerdings viel weniger Pinguine unterwegs)
  • Schöner Holzsteg entlang der Felsen
  • Auch Dassies (Klippschliefer), kannst du hier entdecken

Im Vergleich zum bekannten Boulders Beach bei Kapstadt, ist Stony Point deutlich weniger überlaufen und mindestens genauso lohnenswert, wenn du Pinguine sehen willst.

Panoramastrecke über den Clarence Drive & Abstecher zum Kogel Bay Beach

Die Weiterfahrt nach Kapstadt erfolgte über den Clarence Drive, eine der spektakulärsten Küstenstraßen Südafrikas. Wenn du die Möglichkeit hast, wähle unbedingt diese Panoramastrecke aus. Bleib dabei ein paar mal in den Parkbuchten stehen und genieße Felsen, Ozean, Wind & Wellen!

Clarence Drive Panorama Strecke

Kurz vor Kapstadt legten wir noch einen spontanen Zwischenstopp am Kogel Bay Beach ein, ein kleiner Geheimtipp, denn er ist etwas versteckt und daher ruhig & wenig besucht. Also perfekt für eine schnelle Abkühlung 🙂

Ankunft in Kapstadt – mit kleinem Kulturschock

Nach über einer Woche Natur, Ruhe und Wildnis entlang der Garden Route traf uns die Ankunft in Kapstadt fast wie ein kleiner Schock: Verkehr, Menschenmengen, laute Stadtatmosphäre – einfach eine echte Umstellung.

Unsere Unterkunft lag direkt an der V&A Waterfront, sehr zentral und inkl. Tiefgaragenplatz, Dachterrasse mit Pool, BBQ und Blick auf den Tafelberg und einem Sicherheitskonzept.

Wir fühlten uns hier sicher und gut aufgehoben, würden beim nächsten Besuch aber eine Unterkunft in Sea Point wählen, da es uns hier fast noch ein bisschen besser gefallen hat.

Übersicht – Tag 10


Tag 11–14: Kapstadt

Nach unserer erlebnisreichen Reise entlang der Garden Route ließen wir unsere Südafrika-Reise mit vier Tagen in Kapstadt ausklingen. Die Stadt ist ein spannender Mix aus Natur, Geschichte, Urbanität und Kulinarik und bei Weitem nicht in ein paar Tagen vollständig zu erkunden.

Wir verbrachten drei Nächte und vier volle Tage in Kapstadt und konnten so einen ersten, sehr vielseitigen Eindruck gewinnen.

Was wir alles erlebt haben, welche Highlights wir empfehlen, unsere liebsten Restaurants, Must-Do’s und Geheimtipps findest du in einem separaten Blogartikel: 👉 Hier geht’s zu unserem ausführlichen Kapstadt-Guide


Tag 14 & 15: Kapstadt – Stellenbosch – Heimflug

Unsere letzten Tage in Südafrika verbrachten wir in der malerischen Weinregion rund um Stellenbosch, der perfekte Ort, um die Reise genussvoll ausklingen zu lassen.

Unser erster Stopp war das Pop-up-artige, moderne Weingut Stellenzicht Wines. Mit entspannter Atmosphäre, leckerer Pizza, einer tollen Weinverkostung und traumhafter Lage mitten in der Natur. Dieser Besuch ist ein echter Geheimtipp für alle, die es unkompliziert und stilvoll mögen.

Am Nachmittag ging es weiter zum renommierten und sehr bekannten Waterford Estate mit seiner beeindruckenden Einfahrt. Hier gönnten wir uns ein Wine & Chocolate Tasting – eine Kombination, die wir nur wärmstens empfehlen können.
💡 Tipp: Die Schokolade kann direkt vor Ort als Mitbringsel gekauft werden. Zwar nicht ganz günstig, aber geschmacklich sehr lecker, vor allem in Kombination mit den passenden Weinen.

Unsere Unterkunft in Stellenbosch lag zwar sehr gut und hatte einen schön gestalteten Außenbereich mit Pferden, Hund und einer wirklich sehr herzlichen Gastgeberin, leider entsprach das Zimmer aber nicht ganz dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Von allen Unterkünften unserer Reise überzeugte uns diese am wenigsten, daher können wir diese Unterkunft auch nicht zu 100% weiterempfehlen.

Für unser letztes Abendessen in Südafrika reservierten wir einen Tisch im Mont Marie Restaurant und was sollen wir sagen? Absolute Empfehlung! Das Essen sehr lecker, die Aussicht traumhaft und ein extrem freundlicher Service inklusive Gruß aus der Küche. Für das, was man hier bekommt, würde man in Österreich locker das Vierfache zahlen. Einfach ein perfekter Abschluss.

Am nächsten Morgen frühstückten wir noch gemütlich im Café Meraki im Zentrum von Stellenbosch. Danach ging es zum Flughafen und wir mussten schweren Herzens Abschied von diesem wunderbaren Land nehmen.


Fazit unserer Reise

Südafrika – ein Land zum Verlieben

Südafrika hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Wir hatten zwar gehofft, dass es schön wird, dass uns das Land jedoch so sehr begeistert, hätten wir nicht gedacht.

Besonders die Garden Route war für uns ein absolutes Highlight: spektakuläre Landschaften, beeindruckende Tierwelt, herzliche Menschen und genussvolle Erlebnisse – sie ist der perfekte Einstieg, um Südafrika kennenzulernen.

Unsere Route würden wir jederzeit wieder so machen, allerdings mit 1-2 Tage mehr Zeit. Falls du jedoch weniger Zeit zur Verfügung hast, würden wir empfehlen, den Tsitsikamma Nationalpark eventuell auszulassen oder alternativ einen Inlandsflug ab/bis Port Elizabeth in Betracht zu ziehen. So kannst du dir eine längere Strecke von oder nach Kapstadt sparen.

Eines steht für uns fest: Wir kommen wieder.

Hinterlasse uns einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte dir auch gefallen